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Mexiko: Journalist erschossen zum Start der WM

Fans feiern in Mexiko-Stadt, nachdem Mexiko Südafrika im Eröffnungsspiel der Fußball-WM besiegt hat, am Donnerstag, dem elften Juni 2026.
Fans feiern in Mexiko-Stadt: Mexiko schlägt Südafrika im Auftaktspiel der Fußball-WM am Donnerstag, dem 11. Juni 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am
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Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen gilt Mexiko als eines der gefährlichsten Länder weltweit für Journalisten.

Im mexikanischen Bundesstaat Veracruz ist am Donnerstag ein Journalist getötet worden, nur wenige Stunden bevor das Land das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ausrichtete.

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Luis Ángel López Valdez, Polizeireporter des Portals Vanguardia de Veracruz, wurde in der Stadt Poza Rica im Norden des Bundesstaats erschossen, wie das Medium berichtete.

Den Angaben zufolge stoppten Bewaffnete in den frühen Morgenstunden das Fahrzeug, in dem er unterwegs war. Der Reporter soll vor seinem Tod Drohungen erhalten haben.

Das Observatorium für Meinungsfreiheit und Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten an der Universität Guadalajara veröffentlichte eine Erklärung. Darin verurteilte es den Mord und forderte umfassende Ermittlungen.

Der Vorfall stelle einen „schweren Angriff auf die Meinungsfreiheit“ dar, hieß es. „Gewalt gegen Medienschaffende bringt nicht nur einzelne Stimmen zum Schweigen, sie schwächt auch die Demokratie und verletzt das kollektive Recht auf Information“, heißt es weiter.

Bereits im Januar war der Kriminaljournalist Carlos Castro in Veracruz getötet worden.

Damals erklärte die UNESCO, Castro, der für Código Norte Veracruz arbeitete, habe zuvor unter Schutz der örtlichen Behörden gestanden. Dieser Schutz sei jedoch aufgehoben worden, weil er eine Zeit lang außerhalb des Bundesstaats gelebt habe.

Mexiko gilt nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) als eines der gefährlichsten und tödlichsten Länder für Journalistinnen und Journalisten.

Seit dem Jahr 2000 seien dort mehr als 150 Medienschaffende ermordet worden, weitere 28 gelten als verschwunden, heißt es auf der RSF-Website.

Journalistinnen und Journalisten in Mexiko, vor allem diejenigen, die über heikle Themen wie Kriminalität oder Politik berichten, sehen sich laut RSF häufig Drohungen und Einschüchterungsversuchen ausgesetzt und kämpfen gegen Verflechtungen zwischen Drogenkartellen und lokalen Behörden.

Die jüngste Tötung ereignet sich vor dem Hintergrund verschärfter Sicherheitsvorkehrungen in ganz Mexiko, seit die Fußball-WM 2026 begonnen hat.

Mexiko ist mit Spielen in Guadalajara, Mexiko-Stadt und Monterrey Gastgeberland. Die Nationalmannschaft bestreitet alle drei Vorrundenspiele im eigenen Land.

Mexiko startete am Donnerstag im Estadio Azteca der Hauptstadt mit einem 2:0-Sieg gegen Südafrika in das Turnier.

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