Nach dem Höhepunkt des Glücks die Tragödie: Rettungskräfte und Ärzteschaft konnten drei Menschen nicht mehr helfen, die bei den Siegesfeiern in der Hauptstadt in der Menge erstickten.
Drei Menschen sind in Mexiko-Stadt ums Leben gekommen. Sie hatten am Dienstagabend mit anderen Einheimischen Mexikos 2:0-Sieg gegen Ecuador bei der Weltmeisterschaft gefeiert, wie die Behörden mitteilten.
Ein 44-jähriger Mann, eine 48-jährige Frau und eine 19-jährige Frau starben nach Angaben der Gesundheitsministerin an Erstickung. Sie sollen im Stadtteil Juárez auf der Straße in einer Menschengruppe gegen eine öffentliche Toilette gedrückt worden sein. Mehr als eine Million Menschen hatten laut der Stadtverwaltung auf den Straßen der Hauptstadt den Sieg ihres Landes gefeiert.
Die Rettungskräfte, die gerufen wurden, weil drei Menschen bewusstlos seien - Sanitäter, Feuerwehrleute und Polizisten - konnten trotz Erste-Hilfe- und Wiederbelebungsmaßnahmen nicht helfen. Die drei wurden in ein Krankenhaus gebracht, wo Ärztinnen und Ärzte um ihr Leben kämpften, sie aber letztlich nicht retten konnten.
"Wir stehen mit ihren Familien in Kontakt, um ihnen jede notwendige Unterstützung zu geben", erklärte Clara Brugada Molina, die Regierungschefin von Mexiko-Stadt, in einem Beitrag in den sozialen Netzwerken. "Mit schwerem Herzen sende ich meinen herzlichsten Gruß und mein tief empfundenes Beileid an ihre Angehörigen. Wir erneuern unseren Aufruf, immer verantwortungsbewusst, umsichtig und mit Empathie zu feiern."
Mexikos Sieg über Ecuador löste im Estadio Azteca und in der gesamten Hauptstadt in der Nacht ausgelassene Feiern aus.
Treffer von Raúl Jiménez und Julián Quiñones reichten, um den Co-Gastgeber ins Achtelfinale zu bringen. Dort trifft Mexiko entweder auf die von Thomas Tuchel trainierte englische Nationalmannschaft oder auf die Demokratische Republik Kongo. England und DR Kongo spielen an diesem Mittwoch in Atlanta gegeneinander.
Erreicht Mexiko das Viertelfinale, wartet dort entweder Brasilien oder Norwegen.