Der Waldbrand in der Pfarrei Herbón bei Padrón in der Provinz A Coruña wütet weiter und hat fast 330 Hektar zerstört. Die Regionalregierung rief vorsorglich Alarmstufe zwei aus, rund zehn Häuser bleiben evakuiert.
Der Brand wurde am Freitag um 16.01 Uhr in der zur Gemeinde Padrón gehörenden Pfarrei Herbón gemeldet. Er breitet sich weiter aus; die Löschmannschaften haben ihn noch nicht unter Kontrolle. Nach jüngsten offiziellen Schätzungen haben die Flammen bereits rund 330 Hektar Land erfasst, Tendenz in den vergangenen Stunden steigend.
Der Bürgermeister von Padrón, Anxo Rei Arca, bestätigte, dass das Feuer die Gemeindegrenze überschritten und das Gebiet von Teo erreicht hat. Es bewegt sich in Richtung Vilar do Bispo. Der Übergang in eine zweite Gemeinde erschwert die Koordination und vergrößert das Gefahrengebiet für die Bevölkerung.
Der Weiler Cruxeiras de Abaixo wurde vollständig geräumt, da dort zehn Häuser in Gefahr standen. Die Evakuierung begann am frühen Nachmittag. Gegen 20 Uhr konnten die Bewohnerinnen und Bewohner noch nicht zurückkehren.
Hitze und Wind erschweren Löscharbeiten
Am Samstagvormittag schien sich der Brand zunächst zu stabilisieren. Im Tagesverlauf verschärften jedoch die hohen Temperaturen von über 30 °C und der Wind die Lage. "Es geht ein kräftiger Wind, das hatten wir im Winter nicht", erklärte der Bürgermeister von Padrón zum Verhalten des Feuers.
Die erneute Aktivierung eines Brandfronts machte eine Verstärkung des Löschaufgebots notwendig. Am Einsatz beteiligen sich Fachleute, Forstbeamte, Bodentrupps, Löschfahrzeuge und schweres Gerät. Hinzu kommen Luftmittel, die die Regionalregierung Xunta und das Ministerium für den ökologischen Wandel gemeinsam koordinieren. Sie stellen amphibische Löschflugzeuge und einen Hubschrauber.
Als zusätzliche Maßnahme meldete die Guardia Civil dem Notruf 112 die Sperrung zweier Straßen: von der Pfarrei Carcacía nach Padrón und von Vilar do Bispo nach Lampai im Gemeindegebiet von Teo.
Keine Verletzten, aber maximale Wachsamkeit
Bislang melden die Behörden weder Verletzte noch Schäden an Wohnhäusern. Die Nähe der Flammen zu mehreren Ortschaften hält die Alarmstufe jedoch hoch. Die galicische Behörde für ländliche Entwicklung ("Consellería do Medio Rural") rief vorsorglich den Notfallstatus Stufe 2 aus, um die Bevölkerung zu schützen.
Der Brand fällt in eine Phase wachsender Sorge über Waldbrände in Galicien. Die Regionalregierung Xunta hat für 2026 den Zeitraum mit hoher Brandgefahr vom 1. Juli bis zum 30. September festgelegt. Eine Ausweitung auf den Oktober ist weiterhin möglich.
Der galicische Brandschutzplan Pladiga für dieses Jahr sieht vor, dass im gesamten Zeitraum nicht mehr als 29.207 Hektar Fläche verbrennen, angesichts der Auswirkungen des vergangenen Jahres. Allein der Brand bei Padrón schmilzt dieses Ziel nun bereits spürbar zusammen.