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Nach Rückkehr Hunderter Migranten: Ceuta bereitet zweite Räumung vor

Mehrere Migranten, die von Marokko nach Spanien gelangt sind, holen am Donnerstag, dem zwanzigsten August 2026, in Ceuta ihre Sachen nach einer Strandräumung.
Mehrere Migranten, die von Marokko nach Spanien kamen, holen am Donnerstag, 20. August 2026, in Ceuta nach einer Strandräumung ihre Sachen. Copyright  Antonio Sempere / AP
Copyright Antonio Sempere / AP
Von Javier Iniguez De Onzono
Zuerst veröffentlicht am
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Die Regierung von Ceuta droht, die Räumung des Strandes aufzugeben, falls Migranten nach dem zweiten Räumungsversuch binnen zwei Tagen zurückkehren.

Die Regierung von Ceuta und die städtischen Reinigungskräfte wollen an diesem Freitag, zum zweiten Mal, den Strand El Trampolín zu räumen, berichtet die Zeitung „Faro de Ceuta“. Schätzungen zufolge halten sich rund 500 Migranten dort auf – offizielle Zahlen gibt es nicht. Man geht davon aus, dass sie am Donnerstagnachmittag in das improvisierte Lager zurückgekehrt sind, nachdem sie am Morgen in provisorische Aufnahmezentren gebracht worden waren.

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Am Donnerstag schien die Lage zunächst entschärft, als nach der ersten Räumung die Reinigungsteams einrückten. Im Laufe des Nachmittags kehrten jedoch viele in das improvisierte Lager zurück. Viele der Migranten befürchten, dass ihre Unterbringung in den vier neuen Zentren der Zentralregierung nur ein Zwischenschritt vor einer Abschiebung nach Marokko ist.

In dieser Woche sind am Strand El Trampolín zahlreiche provisorische Hütten aus Schilf, Plastiktüten und Karton entstanden. Wie viele Menschen dort leben, variiert je nach zuständiger Behörde – ebenso die Zahl derer, die am Donnerstagmorgen in die provisorischen Unterkünfte Loma Margarita und El Embolsamiento gebracht wurden, die Platz für 1.800 Personen bieten.

Die Polizei spricht davon, rund 4.000 Menschen evakuiert zu haben, Regierungsquellen nennen dagegen nur 1.500.

Lokale Medien berichten, die Regierung der Exklave habe die Reinigungsarbeiten abgebrochen, weil sie die Sicherheit der Beamten nicht mehr gewährleisten konnte, nachdem nach und nach wieder immer mehr Obdachlose zurückgekehrt waren. Bleibt die Lage an diesem Freitag unverändert, soll das Personal erneut abgezogen werden. Ceutas Präsident Juan Vivas kritisierte den Einsatz: „Sie vom Trampolín-Strand nur an andere Orte in Ceuta zu verlegen, zeigt keinen Willen, das Problem zu lösen.“

Als weitere Unterbringungsorte haben die Behörden mit der Regierung von Vivas die Anlagen der Hípica, eines Militärstandorts, den ehemaligen Fußballplatz der Kavalleriekaserne und das Gelände El Guano vereinbart. Migrationsministerin Elma Saiz kündigte an, die Zahl der neuen Plätze für die Aufnahme der Migranten auf 4.000 Plätze zu erhöhen.

Das Rote Kreuz verteilte am Donnerstag in der Umgebung etwa 4.000 Lebensmittelpakete. Das erklärt teilweise den Andrang am Strand El Trampolín: Viele Menschen übernachten dort nicht, sondern kommen nur, um etwas zu essen zu bekommen. In der Nacht registrierten die vor Ort anwesenden Journalisten neben den improvisierten Behausungen auch rund zehn Zelte, die im Sand aufgestellt waren.

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