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Island-Referendum zum EU-Beitritt: Umfragen sehen sehr knappen Ausgang

Islands Premierministerin Kristrun Frostadottir spricht in Reykjavik über ein Referendum zur Wiederaufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen, 26. August 2026.
Islands Premierministerin Kristrun Frostadottir spricht in Reykjavík über ein Referendum zur Wiederaufnahme der EU-Beitrittsgespräche am 26. August 2026. Copyright  AP Photo/Marco Di Marco
Copyright AP Photo/Marco Di Marco
Von Luca Bertuzzi
Zuerst veröffentlicht am
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Vor der Abstimmung am Samstag schrumpft der Abstand zwischen den beiden Lagern immer weiter. Es geht um die Aufnahme von Verhandlungen zur EU-Mitgliedschaft von Island.

Beim isländischen Referendum über einen Neustart der EU-Beitrittsverhandlungen deutet alles auf ein sehr enges Rennen hin. Das zeigen die jüngsten Umfragen: Der Abstand zwischen „Ja“ und „Nein“ ist kurz vor der Abstimmung am Samstag deutlich geschrumpft.

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Das Meinungsforschungsinstitut Maskína meldet in seiner aktuellen Befragung zum Referendum mit großer Tragweite einen Vorsprung des „Ja“-Lagers mit 51,3 Prozent vor „Nein“ mit 48,7 Prozent.

Vorherige Umfragen sahen das Lager der EU-Befürworter durchweg vorne. Der Abstand hat sich jedoch stetig verringert.

In älteren Erhebungen im Auftrag des isländischen Nachrichtenportals Vísir bezifferte Maskína den Vorsprung der „Ja“-Stimmen im Juni noch auf 6,2 Prozentpunkte. Anfang August waren es nur noch 4,4 Prozent.

Eine von Gallup am 17. August veröffentlichte Umfrage kam zu ähnlichen Ergebnissen: 51,5 Prozent der Befragten wollten eine Wiederaufnahme der Gespräche unterstützen, 48,5 Prozent waren dagegen. Die Fehlermarge lag bei 2,5 Prozent.

Wirtschaft steht im Fokus

Für die jüngste Maskína-Umfrage, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, wurden zwischen dem 21. und 25. August rund 1.000 Personen befragt – eine vergleichsweise große Stichprobe in einem Land mit knapp 400.000 Einwohnern.

In derselben Umfrage ging es auch darum, ob die Wählerinnen und Wähler sich im Falle eines EU-Beitritts um Islands Souveränität sorgen. 40 Prozent erklärten, sie seien besorgt; 47 Prozent gaben an, sie hätten wenig oder gar keine Sorge.

Im Wahlkampf steht die Wirtschaft im Mittelpunkt, vor allem Fischerei und Landwirtschaft – genau die Streitpunkte, die den Beitrittsprozess 2015 gestoppt hatten.

Abgestimmt wird am Samstag, die Wahllokale schließen um 22:00 Uhr Ortszeit. In den letzten zwei bis drei Tagen vor einer Abstimmung veröffentlichen Institute üblicherweise keine neuen Prognosen mehr.

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