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US-Geheimdienst untersucht iranisches Drohvideo gegen Barron Trump

US Secret Service
Secret Service der Vereinigten Staaten Copyright  آسوشیتدپرس
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Von Euronews auf Persisch
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Kommunikationschef Anthony Guglielmi und zwei Kollegen wurden beurlaubt, wegen des Verdachts, Verschlusssachen weitergegeben zu haben. Der Fall reiht sich in eine Serie von Krisen beim Secret Service ein.

Der US-Geheimdienst Secret Service hat bestätigt, dass er ein Video untersucht, das im iranischen Staatsfernsehen lief und offenbar das Leben von Barron Trump, dem jüngsten Sohn von Präsident Donald Trump, bedroht.

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"Der US Secret Service ist über das Video informiert und geht allem nach, was als Drohung gegen die von uns geschützten Personen verstanden werden kann", erklärte Secret-Service-Sprecher Nate Herring am Dienstag. "Aus Gründen der Einsatzsicherheit äußern wir uns nicht zu Fragen der Schutzaufklärung", ergänzte er.

Zu Wochenbeginn hatte das iranische Staatsfernsehen ein Video ausgestrahlt, das angeblich die Bewegungen von Barron Trump nachzeichnet und von einem Kopfgeld in Höhe von 10 Millionen Dollar, umgerechnet 8,5 Millionen Euro, auf ihn spricht. Die Aufnahmen stammen aus einem Medium mit Nähe zu den Revolutionsgarden und liefen auf Kanal drei des iranischen Staatsfernsehens unter dem Titel "Wo und wie sollen wir Barron Trump töten?"

Der Beitrag zeigt angeblich den Standort seiner Universität, seine Begleitfahrzeuge und die Positionierung der ihn bewachenden Secret-Service-Einheiten. Die Macher behaupten, seine Wege würden "vollständig überwacht".

Barron Trump
Barron Trump آسوشیتدپرس

Das Video behauptet zudem, "ein Mädchen" habe den Schutzring des Secret Service umgangen, sei in einem vertraulichen Treffen neben dem 20-jährigen Barron Trump gesessen und habe den Verantwortlichen der Sendung Informationen zugespielt. Euronews konnte die Angaben zum Kopfgeld zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig überprüfen.

Die Ausstrahlung knüpft an ein ähnliches Video an, das die mit den Revolutionsgarden verbundene Nachrichtenagentur Tasnim bereits im Juli veröffentlicht hatte. Es trug den Titel "Wo und wie ist Melania Trump erreichbar?" und zeichnete die Wege der US-First Lady in New York nach, samt angeblicher Schwachstellen in ihrem Schutz.

Ende Mai hatte zudem die Zeitung New York Post über ein mutmaßliches Komplott gegen Ivanka Trump, die Tochter des US-Präsidenten, berichtet.

Der Secret Service bestätigte am Dienstag außerdem, dass drei zivile Mitarbeiter beurlaubt wurden. Die interne Dienstaufsicht der Behörde untersucht mögliche Pflichtverletzungen. US-Medien berichteten, einer der drei sei Anthony Guglielmi, Kommunikationsdirektor des Secret Service.

Demnach betreffen die Maßnahmen ihn und zwei weitere Medienverantwortliche und stehen im Zusammenhang mit einer Strafuntersuchung zu Verschlusssachen, die an die Presse gelangt sind. Der Secret Service bestätigte diese Berichte nicht offiziell, der genaue Grund für die Suspendierungen war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch unbekannt.

Seit dem Tod von Ayatollah Ali Khamenei bei den gemeinsamen US-israelischen Angriffen auf Iran, mit denen am 28. Februar der Krieg begann, veröffentlichen die staatlichen Medien in Teheran wiederholt Beiträge, die Donald Trump und Mitglieder seiner Familie bedrohen.

Geheimdienst unter Druck

Der Secret Service steht seit Längerem unter verschärfter Beobachtung. Seit seinem Amtsantritt war Trump Ziel von mindestens drei Attentatsplänen. Am sichtbarsten war ein Vorfall im April, als ein bewaffneter Mann die Sicherheitszone im Washington Hilton durchbrach, während dort das Dinner der Vereinigung der Korrespondentinnen und Korrespondenten des Weißen Hauses stattfand, an dem Trump teilnahm.

Die Behörde geriet zudem wegen des Abbruchs von Trumps Teilnahme am jüngsten Nato-Gipfel in der Türkei in die Schlagzeilen. Medien berichteten, Trump sei ohne öffentliche Ankündigung von der Präsidentenmaschine Air Force One in ein anderes Flugzeug verlegt worden, weil Secret Service und US-Militär ihn als mögliches Ziel eines iranischen Attentats betrachteten.

Trump bestätigte erst später, an dem Täuschungsmanöver beteiligt gewesen zu sein: Ein Teil seiner Mitarbeiter, Secret-Service-Agenten und Journalisten blieb demnach an Bord des alten Air-Force-One-Modells, während er selbst heimlich auf eine andere Militärmaschine gebracht wurde, um die Türkei zu verlassen.

Im vergangenen Monat bestätigte der Secret Service bereits, dass ein Agent aus dem Sicherheitsteam von JD Vance wegen der mutmaßlichen Weitergabe sensibler Informationen untersucht wird.

Auslöser war ein Bericht von NBC News Now vom Juli über Unmut unter einigen Agenten wegen kurzfristiger Reisepläne von Vance und seiner Familie. Die Behörde spricht von einer disziplinarrechtlichen Untersuchung, die zugleich auch strafrechtliche Konsequenzen haben könnte.

Weitere Quellen • AP

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