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Nepal warnt vor neuen Überschwemmungen – Gemeinden kämpfen mit Zerstörung, Opferzahl steigt

Drohnenaufnahme nach Sturzfluten am Fluss Trishuli bei Warnung vor weiterem Wasseranstieg in Trishuli Bazaar, Bezirk Nuwakot, Nepal, Sonntag, 30. August
Drohnenaufnahme nach Sturzflut am Fluss Trishuli, bei Hochwasserwarnung im Gebiet Trishuli Bazaar, Distrikt Nuwakot in Nepal, Sonntag, 30. August. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Jeremiah Fisayo-Bambi
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Am Sonntagvormittag erhielten Menschen auf ihren Handys laufend Flutwarnungen. Helfer räumten zugleich die Hauptstraße von Kathmandu in einen der am stärksten betroffenen Orte.

Die Behörden in Nepal warnen für Sonntag vor neuen Überschwemmungen. Sie raten Menschen in den bereits betroffenen Bezirken, besonders wachsam zu bleiben, weil der Wasserstand des Bhotekoshi-Flusses gestiegen ist.

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Am Sonntagvormittag erhielten Anwohner auf ihren Handys laufend Warnmeldungen. Einsatzkräfte versuchen, eine zentrale Verbindungstraße zu räumen, die Kathmandu mit einem der am schwersten von den verheerenden Überschwemmungen am Mittwoch getroffenen Gebiete verbindet.

In der Stadt Galchhi suchten mehrere Bewohner auf einer nahe gelegenen Brücke höher gelegenes Terrain und beobachteten den tosenden Fluss.

Sie zeigten auf riesige Felsbrocken, die die Fluten bereits flussabwärts gespült hatten. Andere standen auf einer Hängebrücke über dem Wasser, wurden aber mit Trillerpfeifen zurückgepfiffen.

Der dichte grau-braune Schlamm, der in den am stärksten betroffenen Gebieten ganze Ortschaften überzogen hat, war entlang des Flusses deutlich zu sehen. Aus ihm ragten ganze Häuser, Autos und Traktoren. Teile der Reisterrassen am Fluss rutschten durch Erdrutsche in den Strom.

Flutkatastrophe in Nepal und Tibet: Zahl der Todesopfer steigt auf 750, über 3.000 Menschen vermisst

Nach neuesten Angaben vom Sonntag ist die Zahl der Todesopfer in Nepal und Tibet zusammen auf 750 gestiegen, mehr als 3.000 Menschen gelten als vermisst.

Nach Angaben der nepalesischen Katastrophenschutzbehörde kamen bislang 734 Menschen ums Leben, 2.498 werden vermisst. Die chinesischen Behörden meldeten 16 Tote und 546 Vermisste, darunter mehr als hundert Nepalesen und Menschen aus über einem Dutzend weiterer Länder.

Menschen verlassen nach Sturzfluten im nepalesischen Bezirk Nuwakot am Samstag, 29. Aug. 2026, ihre beschädigten Häuser, nachdem sie ihre Habseligkeiten gerettet haben. (AP Photo/Rajesh Kumar Si)
Menschen verlassen nach Sturzfluten im nepalesischen Bezirk Nuwakot am Samstag, 29. Aug. 2026, ihre beschädigten Häuser, nachdem sie ihre Habseligkeiten gerettet haben. (AP Photo/Rajesh Kumar Si) AP Photo

Neue Warnungen wurden ausgelöst, nachdem chinesische Behörden ihre nepalesischen Ansprechpartner über eine stärkere Wasserführung flussaufwärts informiert hatten. Das sagte Dharam Raj Uprety, Chef der Nationalen Behörde für Katastrophenrisikominderung und -management in Nepal, der Nachrichtenagentur Associated Press.

Bewohner der überschwemmten Dörfer berichten jedoch, dass sie die fast ununterbrochenen Alarmmeldungen seit Beginn der Fluten kaum noch einordnen können.

„Manchmal heißt es, eine neue Flut kommt, dann müssen wir wieder auf höheres Gelände rennen, sogar nachts. Und dazu regnet es noch“, sagte der Einwohner Govind Shreshta. „Für mich ist das sehr schwer. Mein Vater ist 72, meine Mutter 70. Ich muss sie tragen und bin völlig erschöpft. Für all jene, die noch leben, geht es immer so weiter.“

Große Betonbrücken und kleinere Hängebrücken wurden von den Fluten zerstört. Die Gemeinden auf der anderen Flussseite sind nun deutlich schlechter erreichbar.

„Diejenigen, die dort drüben sind, sitzen fest. Wir hier sitzen auch fest. Das wird sehr schwierig“, sagte der 47-jährige Sattan Singh Tamang, der in der Nähe einer Brücke arbeitete, als die Fluten am Mittwoch hereinbrachen.

Wohnhäuser und Geschäfte, die die Flut überstanden haben, waren auch am Sonntag noch ohne Strom. Strommasten und Leitungen liegen verbogen und verknotet im Schlamm.

Der Prithivi Highway ist eine wichtige Versorgungsroute für Lebensmittel, Treibstoff und andere Güter, die aus den übrigen Landesteilen nach Kathmandu gelangen. Große Teile der Straße sind wieder befahrbar, doch andere Abschnitte bleiben schwer beschädigt und müssen weiter repariert werden.

Weitere Quellen • AP

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