Die Polizei im Kanton Wallis führt seit 1925 Dossiers über vermisste Menschen, zumeist aus Bergregionen oder aus den Flüssen der Region.
Die Leichen zweier belgischer Bergsteiger, die vor 34 Jahren in den Schweizer Alpen verschwanden, sind auf dem schmelzenden Triftgletscher entdeckt worden. Die Polizei meldete den Fund am Mittwoch.
Ein Wanderer stieß am 26. Juli auf dem Gletscher im Süden der Schweiz nahe der italienischen Grenze auf die sterblichen Überreste, wie die Polizei des Kantons Wallis mitteilte.
Die Überreste kamen zur Identifizierung an das Institut für Rechtsmedizin des Spitals Wallis in Sion.
„Ein direkter Vergleich der DNA-Profile hat eindeutig gezeigt, dass es sich um zwei Alpinisten handelt, die 1992 in der Weissmies-Region verschwunden sind“, hieß es in der Mitteilung.
Am 4. September 1992 brachen die beiden Männer von der Weissmieshütte auf. Sie wollten den 4 017 Meter hohen Weissmies besteigen und gelangten bis zur Almagellerhütte.
Unterwegs gerieten sie in extrem schlechtes Wetter und erreichten ihr Ziel nie.
In den folgenden Monaten startete die Bergrettung mehrere Suchaktionen. Sie fand einen Rucksack, aber nicht die beiden Vermissten.
Die Kantonspolizei Wallis führt seit 1925 Register über vermisste Personen, meist aus Berggebieten und Flüssen.
Durch den Klimawandel schmelzen die Gletscher schneller. Das zurückweichende Eis legt immer häufiger die Überreste von Bergsteigern frei, die vor vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten verschwunden sind.
Im vergangenen Jahr tauchten auf einem Gletscher am Ober Gabelhorn, ebenfalls im Wallis, die Überreste eines Schweizer Bergsteigers auf, der seit 1994 vermisst war.