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Trumps Geheimplan nach dem Krieg: 3 Ziele für Nahost mit Saudi-Arabien, Iran, Gaza

US-Präsident Donald Trump spricht und kündigt Hilfen für Landwirte und Viehzüchter bei der Fleischverarbeitung an. Vor ihm steht eine Gruppe, 4. September 2026.
Präsident Donald Trump kündigt Hilfen für Landwirte und Viehzüchter bei der Fleischverarbeitung an. Das geschieht am Freitag, den vierten September 2026. Copyright  AP Photo
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Von Chaima Chihi & يورونيوز
Zuerst veröffentlicht am
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„Axios“ zitiert Trump mit der vertraulichen Aussage, er wolle im Nahen Osten „etwas viel Größeres“ erreichen, sobald der Krieg mit Iran vorbei ist.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump arbeitet an einer umfassenden Strategie für die Zeit nach dem Krieg gegen den Iran. Ziel ist es, das Kräfteverhältnis im Nahen Osten neu zu ordnen: Iran stärker einzudämmen und die Normalisierung zwischen Israel und den Staaten der Region auszuweiten. Das berichtet „Axios“ unter Berufung auf US-Regierungsvertreter und weitere mit dem Vorgang vertraute Personen.

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Dem Bericht zufolge steckt der Plan noch in den Anfängen. Er soll aber die Grundlinien der US-Politik gegenüber dem Nahen Osten in der verbleibenden Amtszeit Trumps nach dem Ende des Kriegs mit dem Iran festlegen.

Nach Angaben der Quellen arbeitet die Regierung an der Strategie auf zwei parallelen Gleisen. Auf dem einen treiben wichtige Entscheidungsträger im Weißen Haus den Prozess politisch voran. Auf dem anderen erarbeiten Fachteams in mehreren Bundesbehörden Details und konkrete Vorschläge.

Trump soll in den vergangenen Wochen mindestens zwei Treffen mit hochrangigen Beratern abgehalten haben, um über die Umrisse des Plans zu sprechen und Ideen auszutauschen. „Axios“ zitiert Trump aus internen Gesprächen mit der Aussage, er wolle im Nahen Osten „etwas viel Größeres“ erreichen, sobald der Krieg mit dem Iran beendet sei.

Drei zentrale Schwerpunkte

Die Strategie beruht dem Bericht zufolge auf drei zentralen Säulen: Iran eindämmen, die Normalisierungsabkommen ausweiten und die Folgen des Gaza-Kriegs angehen.

Der erste Schwerpunkt besteht darin, die Abstimmung zwischen den Verbündeten Washingtons in der Region auszubauen. So soll eine geschlossenere Front zur Eindämmung Irans entstehen, gestützt auf zusätzliche amerikanische Sicherheitsgarantien.

Dieser Ansatz bedeutet keinen grundlegenden Kurswechsel der US-Politik. Schon seit der iranischen Revolution von 1979 versuchen aufeinanderfolgende Regierungen, den regionalen Einfluss Teherans zu begrenzen, indem sie Beziehungen und Bündnisse mit den Golfstaaten, Ägypten und Jordanien stärken.

Neu ist, dass Washington diese Bemühungen in ein klareres, institutionelles Gefüge überführen will. Dazu gehört eine engere sicherheits- und verteidigungspolitische Koordinierung zwischen den Verbündeten, vor dem Hintergrund eines aus US-Sicht veränderten regionalen Kräftegleichgewichts nach dem Krieg und den israelischen sowie amerikanischen Angriffen auf iranische Fähigkeiten.

Der zweite Schwerpunkt liegt darauf, ein Normalisierungsabkommen zwischen Saudi-Arabien und Israel voranzubringen. Washington verfolgt dieses Ziel seit Jahren, scheiterte bislang aber an der Haltung Riads, das jeden Schritt an greifbaren Fortschritt bei der Lösung der Palästina-Frage und der Gründung eines palästinensischen Staats knüpft.

Diese Bemühungen knüpfen an die „Abraham-Abkommen“ an, die 2020 unter Vermittlung der ersten Trump-Regierung geschlossen wurden. Sie führten zu einer Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel einerseits und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und Sudan andererseits.

Seitdem arbeitet Washington daran, den Kreis der Staaten zu erweitern, die sich diesen Abkommen anschließen. In den Augen der US-Regierung sind sie ein Werkzeug, um Beziehungen und Bündnisse im Nahen Osten neu zu ordnen und den Einfluss Irans und seiner Verbündeten in der Region zu schmälern.

Der dritte Schwerpunkt soll die regionalen Folgen des Angriffs der Hamas auf Israel am siebten Oktober 2023 und des anschließenden Kriegs in Gaza in drei Hauptstränge gliedern.

Der erste Strang ist der Übergang in die nächste Phase von Trumps Plan für Gaza. Frühere Berichte nennen Vereinbarungen zum Wiederaufbau des Gebiets, zur Entwaffnung der Hamas und zur Schaffung einer Übergangsverwaltung. Über all diese Punkte gibt es zwischen den beteiligten Akteuren jedoch weiterhin Streit.

Der zweite Strang zielt darauf, ein Sicherheitsabkommen zwischen Israel und Syrien zu erreichen. Hintergrund sind die politischen Umbrüche in Syrien nach dem Sturz des Regimes von Baschar al-Assad Ende 2024 und die Bemühungen der neuen Führung, ihre regionalen und internationalen Beziehungen neu zu ordnen, einschließlich der Sicherheitsregelungen an der Grenze zu den von Israel besetzten Golanhöhen.

Der dritte Strang betrifft die Umsetzung der bestehenden Abkommen zwischen Israel und Libanon, um die militärischen Fähigkeiten der Hisbollah zu begrenzen. Er ist Teil der Bemühungen im Zusammenhang mit der Ende 2024 vereinbarten Waffenruhe zwischen Israel und der Organisation, die den Rückzug der Kämpfer der Hisbollah nördlich des Litani-Flusses und die Stationierung der libanesischen Armee im Süden des Landes vorsieht.

Seit Inkrafttreten des Abkommens werfen sich beide Seiten gegenseitig Verstöße vor. Israel beschuldigt die Hisbollah, ihre militärischen Kapazitäten wiederaufzubauen. Libanon und andere Akteure halten Israel vor, weiterhin Luftangriffe auf libanesischem Territorium zu fliegen.

Plan noch unausgereift

Trotz der vielen genannten Ziele befindet sich die Strategie noch in der Findungsphase. Eine mit den Beratungen vertraute Quelle bezeichnete den Plan gegenüber „Axios“ als noch „nicht ausgereift“ und geht davon aus, dass die US-Regierung noch einige Wochen braucht, um ihn weiter zu konkretisieren.

Ziel sei es, „viele Dossiers in der Region miteinander zu verknüpfen“ und Wege für eine neue regionale Konstellation nach dem Krieg zu prüfen, sagte die Quelle.

Ob dieser Ansatz Erfolg hat, hängt in hohem Maß von der Haltung der regionalen Verbündeten Washingtons ab. Länder wie Saudi-Arabien, Katar und Ägypten stehen Vereinbarungen skeptisch gegenüber, die die Palästina-Frage nicht ins Zentrum stellen.

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