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Exklusiv: Italien will Digital-Euro-Zahlungen unter zehn Euro gebührenfrei machen

In Düsseldorf werden neue zehn-Euro-Banknoten gezeigt. Die Deutsche Bundesbank stellt die Serie erstmals vor.
Neue Zehn-Euro-Banknoten in Düsseldorf am 28. August 2014: Die Deutsche Bundesbank stellt die neuen Scheine vor. Copyright  AP Photo/DPA/Oliver Berg
Copyright AP Photo/DPA/Oliver Berg
Von Eleonora Vasques
Zuerst veröffentlicht am
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Italien will Händlerentgelte für Kartenzahlungen unter zehn Euro streichen; Notenbanker unterstützen den Vorschlag. In Brüssel laufen die Schlussverhandlungen zur Einführung des digitalen Euro.

Italien schlägt nach Informationen von Euronews eine Ausnahme für Digital-Euro-Zahlungen unter 10 Euro vor. Davon würden vor allem kleine Unternehmen profitieren.

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Die Notenbanken bewerten den Vorstoß überwiegend positiv, insbesondere die Europäische Zentralbank (EZB), sagte eine Quelle aus dem Bankensektor Euronews.

Der digitale Euro ist ein elektronisches Zahlungsmittel, das Bargeld ergänzen soll. Die EZB will bis 2029 bereit sein für eine mögliche erste Ausgabe – vorausgesetzt, die nötigen Rechtsgrundlagen kommen noch in diesem Jahr.

Da Europa bei Zahlungen bislang vor allem auf US-Anbieter wie Visa und Mastercard angewiesen ist, drängt die EU auf mehr strategische Autonomie. Der digitale Euro gilt als eine mögliche Antwort.

Der digitale Euro soll gesetzliches Zahlungsmittel werden. Geschäfte müssten ihn also grundsätzlich akzeptieren, mit wenigen Ausnahmen. Deshalb ringen die Gesetzgeber darum, wie Gebühren zwischen den Marktteilnehmern verteilt werden, damit kleine Händler durch die neue Währung nicht ins Hintertreffen geraten.

Die Verteilung der Entgelte, in Brüssel „Kompensationsmodell“ genannt, gehört zu den sensibelsten Punkten der Verhandlungen. Ebenso umstritten sind die sogenannten „Holding Limits“, also die Obergrenzen für digitale Euro in einer Geldbörse.

„Vorgeschlagen ist eine Obergrenze von bis zu 0,02 Euro bei Händlerentgelten für Kleinbeträge, vor allem zugunsten kleiner Geschäfte. Wir sind aber offen für einen effektiven Nullsatz, denn de facto wäre das ohnehin das Ergebnis“, sagte ein EU-Diplomat unter der Bedingung der Anonymität Euronews.

„So eine Lösung würde den Rahmen auch einfacher machen“, fügte der Diplomat hinzu.

Internen, Euronews vorliegenden Unterlagen zufolge soll die Gebührenregelung zunächst nur befristet gelten. Die EZB könnte so genug Daten sammeln und später bei Bedarf ein neues Modell vorschlagen. Auch der Europäische Rechnungshof fordert bessere Daten zu Zahlungsgebühren. In einem Bericht von 2025 stellte er fest, dass der EU-Kommission Informationen über Händlerentgelte und Kosten fehlen, um die Wirkung bestehender Preiseingriffe im Zahlungsverkehr richtig beurteilen zu können.

Andere Papiere in den Verhandlungen zeigen: Kleine Händler zahlen meist höhere Gebühren als große Unternehmen, weil sie gegenüber internationalen Kartensystemen weniger Verhandlungsmacht haben. Diese Systeme können Händler kaum ablehnen, vor allem wenn Kundinnen und Kunden sie häufig nutzen. Einer Analyse der EZB zufolge zahlen kleine Händler drei- bis viermal so hohe Entgelte wie große.

Die Mitgliedstaaten, das Europäische Parlament und die EU-Kommission wollen das Thema in der nächsten Verhandlungsrunde in Brüssel vertieft prüfen, heißt es in einem internen Papier, das Euronews einsehen konnte.

Die Unterhändler treffen sich am Donnerstag, dem 10. September, erneut in Brüssel zu weiteren Gesprächen.

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