Trump schlug vergangene Woche vor, die Straße von Hormus in "Trump Strait" umzubenennen. Wenige Stunden später relativierte er den Vorschlag und erklärte, er sei nicht ernst gemeint.
US-Präsident Donald Trump hat sich mit seinem jüngsten Umbenennungsfeldzug ein überraschendes neues Ziel ausgesucht: Er schlug Anfang dieser Woche vor, den Bundesstaat New Mexico in "New America" umzubenennen.
Die Gouverneurin des Bundesstaats wies den Vorschlag umgehend zurück. Erst wenige Tage zuvor hatte Trump mitten im Handelsstreit mit dem Nachbarland Kanada eine Anordnung unterzeichnet, nach der der Ontariosee (Lake Ontario) künftig "Lake America" heißen soll.
"Viele Menschen haben vorgeschlagen, den Namen von New Mexico … in NEW AMERICA zu ändern", schrieb der republikanische Präsident in den sozialen Netzwerken. Der neue Name sei "viel prestigeträchtiger und schöner für die Menschen dieses potenziell unglaublichen Bundesstaats. Wow, ich liebe es!!!"
Das Weiße Haus veröffentlichte dazu ein Bild, auf dem "Mexico" im Namen des Bundesstaats durchgestrichen und durch "America" ersetzt wurde.
Auf Trumps Konto bei Truth Social erschienen zudem mehrere Karten, auf denen die geplante Namensänderung zu sehen ist. US-Medien berichteten, dass die Idee ursprünglich als Internet-Scherz aufgekommen sei. Die Gouverneurin von New Mexico, Michelle Lujan Grisham, sagte dem Sender Fox News, der Name stehe "nicht zur Debatte".
Er gehöre dem Bundesstaat "seit der Zeit, bevor die Vereinigten Staaten existierten". Sie warf dem Präsidenten außerdem vor, er wolle "die Amerikaner ablenken" – etwa von den stark gestiegenen Benzinpreisen. In der vergangenen Woche hatte Trump zudem vorgeschlagen, die Straße von Hormus in "Trump Strait" umzubenennen.
Der Krieg mit dem Iran dauert weiter an. Wenige Stunden später deutete Trump jedoch an, dass er den Vorschlag wohl nicht ernst gemeint habe. Bereits an seinem ersten Tag zurück im Weißen Haus im Jahr 2025 hatte Trump den Golf von Mexiko in "Gulf of America" umbenannt. Mexiko akzeptierte die Umbenennung nicht. Auch Kanada wies Trumps Versuch zurück, den Ontariosee umzubenennen.
Bei digitalen Kartendiensten setzt sich Trumps neuer Name offenbar durch. Apple Maps bezeichnet den Ontariosee für Nutzer in den USA inzwischen als "Lake America" und folgt damit Google. In Kanada wird weiterhin der ursprüngliche Name "Lake Ontario" angezeigt. Die Umbenennung erfolgte weniger als eine Woche nach Trumps entsprechender Anordnung. US-Innenminister Doug Burgum zufolge hatte Trump Apple persönlich dazu gedrängt, den neuen Namen auf der Navigationsplattform zu übernehmen.