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Linkes Lager in Schweden knapp vorn: Rechtspopulisten verlieren Stimmen

Sozialdemokratin Magdalena Andersson am Wahlabend in Stockholm
Sozialdemokratin Magdalena Andersson am Wahlabend in Stockholm Copyright  Jonas Ekstroemer/TT News Agency via AP
Copyright Jonas Ekstroemer/TT News Agency via AP
Von Ioannis Karagiorgas
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Bei der Parlamentswahl in Schweden liegen das linke und das rechte Lager fast gleichauf. Doch die rechtspopulistischen Schwedendemokraten haben laut Exit Polls Stimmen verloren.

In Schweden waren die Menschen an diesem Sonntag zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen. In den ersten Nachwahlbefragungen lag das linke Lager um die sozialdemokratische Parteichefin Magdalena Andersson mit etwa 51 Prozent vorn - und sie könnte erneut Ministerpräsidentin werden. Doch das Wahlergebnis ist offenbar knapper als die ersten Prognosen.

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Und die Sozialdemokraten haben den Hochrechnungen zufolge Stimmen verloren. Zum linken Block gehören neben den Sozialdemokratischen Partei die Linken, die Grünen und die liberale Zentrumspartei.

Sozialdemokratin Magdalena Andersson bei der Stimmabgabe
Sozialdemokratin Magdalena Andersson bei der Stimmabgabe Stefan Jerrevang/stefan Jerrevang

Die Partei des konservativen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson liegt mit etwa 20 Prozent auf Platz 2 - vor den rechtsextremen Schwedendemokraten von Jimmie Akesson, die etwa auf 17,2 Prozent in den Exit Polls kommen.

Das rechte Lager erreichte in der ersten Prognose etwa 46,8 Prozent der Stimmen, holte dann aber auf.

Bei einem so knappen Ausgang könnten die Stimmen der Schweden im Ausland entscheidend sein, die erst bis Mittwoch ausgezählt werden. Der Kommentator im öffentlich-rechtliche Sender SVT sprach von einem "Wahlkrimi".

Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten werden den Hochrechnungen zufolge mehrere Sitze im Parlament in Stockholm verlieren.

Parteichef Jimmie Akesson, der seit mehr als 20 Jahren an der Spitze der Schwedendemokraten steht, hatte die Politik in Sachen Migration in den vergangenen Jahren hin zu einem restriktiveren Kurs verschoben. Im Fall einer Regierungsbeteiligung hatte Akesson angekündigt, das Tragen von Nikab und Burka verbieten zu wollen.

Chef der Schwedendemokraten Jimmie Akesson in Rinkeby, einem Vorort von Stockholm
Chef der Schwedendemokraten Jimmie Akesson in Rinkeby, einem Vorort von Stockholm Claudio Bresciani/Claudio Bresciani/TT

Kristersson regierte bisher mit Minderheitsregierung

Ulf Kristersson steht derzeit an der Spitze einer Minderheitsregierung. Ihr gehören die liberal-konservative Moderate Sammlungspartei, die Christdemokraten und die Liberalen an. Die Regierung stützte sich aber auch auf die Schwedendemokraten, die in der schwedischen Politik zunehmend Einfluss gewinnen.

Kristersson hatte während der Wahl-Kampagne angekündigt, er könne nach der Wahl n ein Bündnis schmieden, in dem die Schwedendemokraten offiziell mitregieren.

Wahlbeteiligung ist traditionell hoch

Etwa acht Millionen Bürgerinnen und Bürger waren in dem skandinavischen Land mit rund 10,6 Millionen Einwohnern wahlberechtigt. Mehr als die Hälfte hatte bereits vorab abgestimmt – in einem Land, in dem die Wahlbeteiligung traditionell sehr hoch ist.

Nach der vorherigen Parlamentswahl 2022 war Magdalena Andersson als Regierungschefin zurückgetreten. Doch die Bildung einer neuen Regierungskoalition könnte sich auch jetzt schwierig gestalten, da die Parteien im linken Lager teils sehr unterschiedliche Positionen vertreten.

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