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Athen will Geld vom ESM

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Von Euronews
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Griechenland strebt ein Drei-Jahres-Hilfsprogramm an. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras bestätigte vor dem Europaparlament in

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Griechenland strebt ein Drei-Jahres-Hilfsprogramm an. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras bestätigte vor dem Europaparlament in Straßburg, dass der Antrag dem Europäischen Stabilitätsmechanismus – ESM – übermittelt worden sei. Ein Betrag wurde nicht genannt.

Der Chef der Liberalen im Parlament, Guy Verhofstadt, kritisierte: “Sie sprechen über Reformen, konkrete Vorschläge haben wir bisher aber nicht gesehen”, sagte er an den Athener Regierungschef gewandt. “Schlagen Sie doch ein Ende der Privilegien in Ihrem Land vor, der Privilegien, die für Reeder, das Militär und die orthodoxe Kirche gelten.”

Die Partner Griechenlands in der Eurozone erwarten, dass Athen bis spätestens Donnerstag genaue Vorschläge darüber macht, wie ein Hilfsprogramm aussehen könnte. Der Chef der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, sagte, es sei ein Fehler gewesen, den Verhandlungstisch zu verlassen. Zuletzt hatte der Vertreter Athens ein Treffen der Eurogruppe quittiert. “Will man einem Freund in Not helfen, sollte man ihn nicht demütigen”, so der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk. “Heute müssen wir zusammenstehen.”

Am kommenden Sonntag ist ein Sondergipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel geplant. Sagt Athen bis dahin keine Reformen zu, könnte es aus dem Euro ausscheiden. Der Chef der Sozialisten im Europaparlament, Gianni Pitella, meinte, Griechenland brauche eine Brückenfinanzierung, um nicht Bankrott zu gehen. Marine Le Pen, die die rechtsextreme Fraktion im Europaparlament anführt, sagte man müsse Griechenland ermöglichen, die Einheitswährung zu verlassen, damit es zu Wachstum zurückkehren könne.

“Die heftige Debatte im Europaparlament zeigt, wie viel auf dem Spiel steht”, sagt unser Korrespondent Sandor Zsiros. “Griechenland muss bis Donnerstag seine Reformschläge vorlegen, wenn es in der Eurozone bleiben will.”

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