Google: Hassvideos bleiben, Werbung wird auf Abstand gehalten

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Von Euronews
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Google will nach massiver Kritik Unternehmen vor der Platzierung von Werbung im Umfeld von Hassvideos schützen.

WERBUNG

Google will nach massiver Kritik Unternehmen vor der Platzierung von Werbung im Umfeld von Hassvideos schützen. Dazu sollten neue Mitarbeiter in Großbritannien eingestellt und die Firmenpolitik bei der Videoplattform Youtube geändert werden, so der US-Internetkonzern.

#Advertisingmarksandspencer</a> latest to withdraw ads from <a href="https://twitter.com/hashtag/Google?src=hash">#Google</a> for fear they appear next to extremist content. <a href="https://t.co/71EOlISyu4">https://t.co/71EOlISyu4</a> <a href="https://t.co/WfEiF4F1G7">pic.twitter.com/WfEiF4F1G7</a></p>&mdash; ATotalOfOne (ATotalOfOne) 20 mars 2017

Names Of Brands Who Stopped Advertising With Google After Ad Placement On Extremist Sites https://t.co/pJo3QAKDEJpic.twitter.com/hlOZgilo3s

— ionica's blog (@iSayRO) 20 mars 2017

Künftig sollten Werbetreibende besser erkennen können, wo ihre Anzeigen geschaltet werden. Sollten Werbespots vor Videos mit extremistischen Inhalten zu sehen sein, solle dieses Problem binnen weniger Stunden gelöst werden, versprach Google.

Starker Tobak, was MEC-Chef Tino Krause über Werbung auf #Facebook und #Google sagt. Unser Zitat des Tages! https://t.co/FxjiAtaIaipic.twitter.com/zpKMb5yXAA

— HORIZONT (@Horizont) 14 mars 2017

Der Konzern war zuletzt unter Druck geraten, eine Reihe von Unternehmen und Instanzen wie Audi, McDonald’s in Großbritannien, L’Oreal und die britische Regierung hatten nach Medienberichten (“Sky News”, “City AM”) ihre Anzeigen im Hassvideo-Streit zurückgezogen.

Auslöser war eine Recherche (“Times”), wonach Anzeigen für Hunderte von Großunternehmen, Universitäten und Wohltätigkeitsorganisationen neben YouTube-Videos erschienen, die von Sympathisanten terroristischer Gruppen wie “Islamischer Staat” (“IS”) oder der neonazistisch-terroristischen Organisation “Combat 18” erstellt wurden. Eine Anzeige von Mercedes erschien demnach auf einem Pro-“IS”-YouTube-Video, das 115.000 Mal gesehen wurde. YouTube ist seit 2006 eine Tochtergesellschaft von Google.

“PROGRAMMATIC ADVERTISING” – DER ALGORITMUS OHNE POLITISCHE VERANTWORTUNG

Im digitalen Zeitalter wissen viele Marken nicht genau, wo ihre Online-Werbung läuft. Seit der Computerisierung der digitalen Werbung entscheiden weitgehend Maschinen, wo Anzeigen im Internet laufen – unter Fachleuten “Programmatic Advertising” genannt. Dabei ähneln die Parteien Käufern und Verkäufern wie bei eBay-Auktionen, in dem Fall gemanagt von der Google-Tochter AdX. Die Plazierung erfolgt nicht direkt auf bestimmten Seiten, sondern nach Kundeneigenschaften und -verhalten wie etwa Alter der “Kundschaft” – ohne Rücksicht auf deren politische Ausrichtung oder Legalität.

AUFSTAND DER WERBEKUNDEN

Im vergangenen Jahr war schon herausgekommen, dass die Werbekunden über große Strecken für Kontakte mit Konsumenten bezahlt hatten, die im Leben nie ein Auto oder eine Jeans kaufen werden: “Bots” – Computerprogramme, die so tun, als wären sie Internetnutzer.

Allein der US-Online-Werbemarkt wird (Marktforschung “eMarketer”) auf 77 Milliarden Euro geschätzt (+ 16 Prozent), zu 41 Prozent (“Der Aktionär”) dominiert von Google. In Großbritannien kontrollieren Google und Facebook (“eMarketer”) fast 60 Prozent des digitalen Werbemarkts von immerhin knapp 13 Milliarden Euro.

su mit Reuters

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