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Metallpreise fallen nach Bericht über mögliche Lockerung von Trumps Aluminiumzöllen

Archivbild: Aluminiumknüppel im vollelektrischen Strangpresswerk von Magna in Salaberry-de-Valleyfield, Québec, am dritten September 2025.
ARCHIV. Ein Aluminiumblock wartet auf die Weiterverarbeitung im vollelektrischen Werk von Magna Aluminum in Salaberry-de-Valleyfield, Québec, am dritten September 2025. Copyright  AP Photo
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Von Una Hajdari
Zuerst veröffentlicht am
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Der Metallpreis gab am Morgenhandel zusammen mit Zink, Nickel und Blei nach. Anleger reagierten auf Berichte, dass das Weiße Haus Zölle vor den Zwischenwahlen im November senken könnte.

Die Aluminiumpreise sind am Freitag leicht gesunken. Auslöser war eine breitere Korrektur an den Metallmärkten, nachdem Berichte auftauchten, wonach US-Präsident Donald Trump einige Zölle auf Metallprodukte wieder zurücknehmen könnte.

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An der London Metal Exchange gab der richtungsweisende Dreimonatskontrakt zur Mittagszeit um mehr als zweieinhalb Prozent auf $2.965,75 pro Tonne nach. An der Shanghai Futures Exchange fiel der meistgehandelte Kontrakt um 1,76 % auf 23.195 Yuan (2.832 Euro) je Tonne.

Auch andere wichtige Industriemetalle gaben nach. Zink wurde mit 3.316,50 Dollar je Tonne angegeben, ein Minus von 51,95 Dollar (−1,54 %). Nickel lag bei 16.993,38 Dollar, 257 Dollar oder 1,49 % niedriger. Blei kostete 1.972,38 Dollar, 10,30 Dollar beziehungsweise 0,52 % weniger.

Der Rückgang spiegelt die wachsende Erwartung wider, dass Washington einige der Beschränkungen lockern könnte, die globale Lieferketten unter Druck gesetzt und die Kosten für Hersteller nach oben getrieben haben.

Nach einem Bericht der „FT“ prüft das Weiße Haus derzeit die umfangreiche Liste der Waren, die von Zöllen auf Stahl und Aluminium betroffen sind. Bestimmte Produkte könnten ganz ausgenommen werden, weitere Ausweitungen der Zölle würden gestoppt und stattdessen stärker auf gezielte Abgaben gesetzt.

Der mögliche Kurswechsel fällt in eine Phase, in der die Regierung mit der Unzufriedenheit vieler Wähler über die Lebenshaltungskosten ringt – wenige Monate vor den Kongresswahlen im November.

Trump hatte im vergangenen Sommer Zölle von bis zu fünfzig Prozent auf importierte Metalle eingeführt und sie anschließend auf zahlreiche Alltagsgüter ausgeweitet.

Damit stieg das allgemeine US-Zollniveau auf den höchsten Stand seit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Ökonomen betonen jedoch, dass die Abgaben in die Verbraucherpreise durchgeschlagen sind und damit die Behauptung widerlegen, ausländische Produzenten würden die Hauptlast tragen.

Inzwischen hat Trump die Zölle auf beliebte Lebensmittel teilweise zurückgenommen, um die Inflation bei den Supermarktpreisen zu dämpfen. Zudem rief er nach den chinesischen Vergeltungszöllen einen Waffenstillstand im Handelskonflikt mit Peking aus.

Aluminium spielt eine Schlüsselrolle in der Verpackungsindustrie, im Transportsektor und bei Haushaltsgeräten. Schon kleine tägliche Kursbewegungen können daher die Erwartungen an die Produktionskosten verändern – vor allem, wenn Anleger davon ausgehen, dass die US-Zollpolitik weniger restriktiv ausfällt als befürchtet.

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