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Ölpreis fällt bei neuen Friedenshoffnungen, KI-Boom treibt Börsenrally

Mitarbeitende der Hana Bank posieren für ein Foto, um den KOSPI von über 7.000 Punkten in der Hana Bank in Seoul zu feiern. sechsten Mai zweitausendsechsundzwanzig
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hana Bank posieren in Seoul für ein Foto, um den über 7.000 Punkten liegenden KOSPI zu feiern. 6. Mai 2026 Copyright  AP Photo/Lee Jin-man
Copyright AP Photo/Lee Jin-man
Von Doloresz Katanich mit AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Der Ölpreis gab leicht nach, nachdem US-Präsident Donald Trump neue Hoffnungen auf Gespräche mit Iran geweckt hatte. Aktien- und Technologiemärkte legten dank des anhaltenden KI-Booms weiter zu.

Die Ölpreise sind am Mittwochmorgen gefallen. Die Hoffnung auf ein Ende des Kriegs mit Iran hat die Stimmung an den Weltmärkten aufgehellt und die europäischen Aktienbörsen nach oben gezogen. Auslöser waren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Er kündigte an, Washington werde „Project Freedom“, den Marineeinsatz zum Geleitschutz durch die Straße von Hormus, vorübergehend aussetzen. Als Begründung nannte er „große Fortschritte“ in den Gesprächen mit Teheran.

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Auf Truth Social schrieb Trump: „Die Blockade bleibt vollständig in Kraft. Aber ‚Project Freedom‘ – die Bewegung der Schiffe durch die Straße von Hormus – wird für kurze Zeit ausgesetzt, um zu sehen, ob das Abkommen finalisiert und unterzeichnet werden kann.“

Die Straße von Hormus ist seit Beginn des Konflikts am 28. Februar faktisch geschlossen. Das unterbricht rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen und hat mehr als 20 000 Menschen auf Schiffen im Persischen Golf festgesetzt.

Vertreter des US-Militärs hatten zuvor erklärt, es gelte bereits eine Waffenruhe mit Iran. Die Lage bleibt dennoch unübersichtlich.

Terminkontrakte auf Rohöl gaben bereits am späten Dienstag nach. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im kommenden Monat verbilligte sich am Mittwochmorgen um 1,3 % auf 108,47 Dollar je Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verlor 1,37 Dollar auf 100,90 Dollar. Damit liegen die Preise aber weiterhin deutlich über dem Niveau von rund 70 Dollar vor Ausbruch des Kriegs.

Aktienmärkte im Rallymodus: Samsung knackt dank KI-Boom Marke von 1 Billion Dollar

Europas Börsen sind am Mittwoch mit deutlichen Gewinnen gestartet und haben die weltweite Aktienrally fortgesetzt. Rückenwind kommt vom Optimismus rund um Künstliche Intelligenz und von nachlassenden geopolitischen Spannungen.

Die wichtigsten Indizes der Region legten im frühen Handel um mehr als 1 % zu: Der britische FTSE 100 gewann 1,2 %, der deutsche DAX kletterte um 1,8 %, der französische CAC 40 rückte um fast 1,7 % vor.

In Asien sprang der südkoreanische Kospi nach dem Feiertag am Dienstag um 6,5 % auf ein Rekordhoch. Treiber war Samsung Electronics. Die Aktie stieg um fast 13 % und hob den Börsenwert des Konzerns erstmals über die Marke von 1 Billion Dollar.

Samsung zählt zusammen mit dem Rivalen SK Hynix inzwischen zu den wichtigsten Lieferanten von Hochleistungschips für die globale KI-Welle. Papiere von SK Hynix legten im frühen Handel ebenfalls rund 10 % zu.

Auch anderswo in Asien überwogen Gewinne: Der australische Leitindex S&P/ASX 200 zog um knapp 1 % an, Hongkongs Hang Seng stieg um 0,7 %, der Shanghai Composite gewann 1 %.

Die Börsen in Japan blieben wegen eines Feiertags geschlossen.

An der Wall Street hatten die Kurse bereits am Dienstag angezogen. Der S&P 500 rückte um 0,8 % auf ein neues Rekordhoch vor. Der Dow Jones Industrial Average gewann 0,7 %, der technologielastige Nasdaq Composite stieg um 1 % auf einen weiteren Höchststand.

Die Hoffnung auf Fortschritte in den Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts zwischen USA und Iran stützt die Märkte zusätzlich. Die Sorge um Energieversorgung und Störungen des Welthandels nimmt damit etwas ab.

Konjunkturdaten aus den USA zeichneten dagegen ein gemischtes Bild. Das Wachstum im Dienstleistungssektor verlangsamte sich überraschend. Andere Zahlen zeigten jedoch, dass die Zahl der offenen Stellen etwas über den Erwartungen lag – ein Hinweis auf einen weiterhin robusten Arbeitsmarkt.

Unterdessen sind die Finanzierungskosten der britischen Regierung auf den höchsten Stand seit fast drei Jahrzehnten gestiegen. Anleger reagieren nervös auf die anstehenden Kommunalwahlen und steigende Energiepreise. Die Renditen 30-jähriger Staatsanleihen („Gilts“) kletterten auf 5,78 % und damit auf den höchsten Wert seit 1998. Zehnjährige Gilts stiegen über 5,10 %.

Am Devisenmarkt zeigte sich der Dollar mit 157,88 Yen kaum verändert. Der Euro legte leicht zu auf 1,1720 Dollar.

Gold-Futures verteuerten sich um 2 % auf 4.662 Dollar je Feinunze. Silber legte im europäischen Vormittagshandel um 3,5 % zu.

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