Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Öltanker erreicht Südkorea nach Fahrt aus der Straße von Hormus

Vor Bandar Abbas im iranischen Teil der Straße von Hormus liegen am zweiten Mai 2026 mehrere Öltanker vor Anker.
Öltanker ankern in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Iran, am 2. Mai 2026 Copyright  Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP
Copyright Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Ein unter maltesischer Flagge fahrender Tanker mit einer Million Barrel Rohöl hat nach der Passage der Straße von Hormus Mitte April die Westküste Südkoreas erreicht.

Nach Angaben von HD Hyundai Oilbank, einem großen südkoreanischen Mineralöl- und Raffinerieunternehmen, hat der unter maltesischer Flagge fahrende Tanker Odessa am Freitagmorgen Gewässer in der Nähe der Hafenstadt Seosan erreicht. Damit endete eine Fahrt, die Mitte April in der Straße von Hormus begonnen hatte.

WERBUNG
WERBUNG

Die Ladung umfasst eine Million Barrel Rohöl, das in einer der größten Raffinerien des Landes verarbeitet werden soll. Der Transport zeigt, wie stark die Volkswirtschaften Ostasiens weiterhin von den unsicheren Seewegen im Persischen Golf abhängen.

Nach Schätzungen entspricht diese Lieferung zwischen 35 und 50 Prozent des täglichen Rohölverbrauchs Südkoreas. Die Zahl unterstreicht die strategische Bedeutung jeder erfolgreichen Passage durch die Region.

HD Hyundai Oilbank bestätigt, dass das Unternehmen täglich bis zu 690.000 Barrel Öl verarbeiten kann und daraus Diesel, Benzin und Naphtha herstellt.

Die Regierung in Seoul setzt derzeit strikte Preisobergrenzen durch, um die heimische Industrie vor den Folgen des andauernden Iran-Kriegs zu schützen.

USA–Iran: Stand der Verhandlungen

US-Präsident Donald Trump beharrt darauf, dass die grundsätzliche Verständigung mit Teheran intakt ist. Am Donnerstag hatten Angreifer in der Straße von Hormus drei US-Zerstörer mit Raketen und Schnellbooten ins Visier genommen.

Die amerikanischen Schiffe blieben unbeschädigt. Washington reagierte mit Angriffen auf iranische Militärinfrastruktur und nahm dabei insbesondere Abschussstellungen und Kommandoposten ins Visier.

Trump zu dem Zwischenfall in der Straße von Hormus

Trump bezeichnete die iranischen Behörden als „irre“ und warnte, die Reaktion der USA werde deutlich härter ausfallen, falls nicht umgehend ein formelles Abkommen zustande komme.

Teheran wiederum sprach nach angeblicher amerikanischer Aggression gegen Schiffe in dem Gebiet von einem legitimen „Feuergefecht“ und erklärte, man habe US-Militärtechnik spürbar beschädigt.

Die Gefechte begannen zu einem Zeitpunkt, als iranische Offizielle nach Medienberichten über einen von den USA geführten Vorschlag zur Deeskalation und Sicherung der Straße von Hormus berieten.

Weitere Quellen • AP

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Shell-Gewinn steigt stark, Iran-Krieg treibt Ölpreis nach oben

Lufthansa: Sorge vor Gewinnbelastung durch Iran-Krieg

Öltanker erreicht Südkorea nach Fahrt aus der Straße von Hormus