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Leonardo rüstet kuwaitische Patrouillenschiffe aus: Italiens Präsenz im Golf wächst

60-Meter-Patrouillenboot FALAJ 3
Patrouillenboot 60 m FALAJ 3 Copyright  ADSB
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Von Fortunato Pinto
Zuerst veröffentlicht am
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Italienischer Konzern schließt mit Abu Dhabi Ship Building einen Vertrag über dreihundertzwanzig Millionen Euro zur Lieferung von Gefechtssystemen für FALAJ-3-Patrouillenschiffe an Kuwait. Damit wächst Italiens Rolle im Golf.

Italien baut seine Präsenz am Persischen Golf aus und vertieft die militärische Zusammenarbeit mit Kuwait. Leonardo hat einen Vertrag mit Abu Dhabi Ship Building (ADSB), einer Tochter des EDGE-Konzerns, über die Lieferung von maritimen Gefechtssystemen für hochmoderne Patrouillenschiffe unterzeichnet, die Kuwait bei der Werft bestellt hat.

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Im Rahmen des Programms „Al Dorra“ modernisiert Kuwait seine Seestreitkräfte und hat acht Offshore-Patrouillenschiffe (Offshore Patrol Vessel, OPV) des Typs FALAJ 3 bestellt, die ADSB in den Vereinigten Arabischen Emiraten baut.

Italien und Kuwait: Militär- und Handelskooperation wächst

Die militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Italien und Kuwait hat sich im vergangenen Jahr weiter gefestigt. Die italienische Luftwaffe und die Kuwait Air Force haben ihre Partnerschaft bei den Eurofighter Typhoon erneuert und einen drei Jahre laufenden Vertrag unterzeichnet. Er umfasst die Ausbildung des Personals, Unterstützung in der elektronischen Kriegsführung und die gemeinsame Steuerung der Aktivitäten.

Bereits 2016 hat Kuwait 28 hochmoderne Flugzeuge bestellt, die Leonardo in Italien fertigt. Die meisten Eurofighter Typhoon sind im Emirat bereits im Einsatz. Das kuwaitische Verteidigungsministerium hat zudem die Verträge für integrierte logistische Unterstützung und Ausbildung vor Ort verlängert. Diese Leistungen werden von Leonardo Aviation Services auf dem Luftwaffenstützpunkt Ali al Salem bis Dezember 2029 erbracht und vertiefen die strategische Kooperation der beiden Länder.

In Kuwait ist Italien außerdem mit einer aktiven Truppe präsent: 320 Soldatinnen und Soldaten sind auf der Basis Ali al Salem stationiert, wo auch unbemannte MQ-9A-„Predator“-Drohnen des Task Group „Araba Fenice“ und F-2000A-„Eurofighter“ des Task Group „Typhoon“ eingesetzt werden. Ihr Auftrag ist es, wirksam zu den Operationen beizutragen, die laut italienischem Verteidigungsministerium darauf abzielen, Daesh endgültig zu besiegen.

Eine auf der Basis abgestellte Drohne vom Typ MQ-9A wurde im vergangenen März getroffen, zwei Wochen nach Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran, bei einem Angriff Teherans. Verletzte unter dem italienischen Personal oder Schäden an weiteren Systemen gab es nicht.

Auf der Basis Ali al Salem führen die Soldaten Aufklärungs-, Überwachungs- und Datensammelmissionen durch, um zur Sicherheit der Zivilbevölkerung und des im Irak eingesetzten Militärpersonals beizutragen.

Das italienische Kontingent absolviert außerdem gemeinsame Übungen mit den irakischen Luftstreitkräften. Ziel ist es, Ausbildung zu integrieren und Erfahrungen zu teilen, im Sinne einer Zusammenarbeit für Frieden und Stabilität in der gesamten Region.

Persischer Golf: Leonardo baut Position aus

Die vor zwanzig Jahren geschlossene Partnerschaft zwischen Leonardo und EDGE hat bereits die Lieferung von rund 30 Marineschiffen ermöglicht. Der jetzt unterzeichnete Vertrag über die von Kuwait bestellten Patrouillenschiffe hat ein geschätztes Volumen von 320 Millionen Euro. Er umfasst das Combat Management System (CMS) von Leonardo, die 76-Millimeter-Schnellfeuerkanone SUPER RAPIDO mit STRALES-Präzisionsmunition sowie das Radar KRONOS NAVAL HP.

Die vertiefte Kooperation von Leonardo und EDGE Group beschleunigt die Gründung eines Joint Ventures, das im Juni angekündigt wurde und im Laufe des Jahres 2026 den Betrieb aufnehmen soll. Das Unternehmen wird zu 51 Prozent vom emiratischen Konzern und zu 49 Prozent von der italienischen Seite gehalten und deckt Aktivitäten ab, die von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur Ausbildung in den Vereinigten Arabischen Emiraten reichen.

Das Projekt setzt außerdem auf die Vergabe von Lizenzen für geistiges Eigentum und auf den Aufbau einer qualifizierten lokalen Belegschaft. Die Vereinbarung unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit des Modells auf dem globalen Rüstungsmarkt und stärkt die Präsenz des italienischen Konzerns am Persischen Golf.

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