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Macht Tourismus Wohnen in Spanien teurer: Studie beziffert Effekt auf 3.800 Euro je Wohnung

Mehrere Reisende am Flughafen Madrid-Barajas während des Stromausfalls am 28. April 2025
Mehrere Reisende am Flughafen Madrid-Barajas beim Stromausfall am 28. April 2025 Copyright  Manu Fernández / AP
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Von Javier Iniguez De Onzono
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Eine neue Studie des Europäischen Verbands für Verkehr und Umwelt zeigt: Mehr Flugtourismus in sieben europäischen Ländern treibt Miet- und Immobilienpreise nach oben. Die Analyse bildet das Ausmaß des Problems jedoch nur teilweise ab.

Der Boom beim Flugtourismus treibt in Europa die Mieten und Immobilienpreise nach oben – besonders in Spanien. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der New Economics Foundation (NEF), die im Auftrag der Europäischen Föderation für Transport und Umwelt (T&E) entstand. Initiativen gegen Immobilienspekulation sehen sich dadurch bestätigt: Sie kritisieren seit Langem die Probleme rund um Saisonvermietungen und den Wohnungskauf durch ausländische Käufer.

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Nach der vorliegenden Analyse (Quelle auf Spanisch) lässt sich im Zeitraum 2019 bis 2025 eine deutliche Korrelation erkennen: In sieben europäischen Ländern, besonders in Spanien, Portugal, Italien und Griechenland, steigen mit den Flugtouristen auch Mieten und Immobilienpreise. T&E verweist aber auch auf die Gegenbewegung: In Staaten, in denen diese Form des Tourismus zurückgeht – etwa Belgien, Dänemark, Deutschland, die Niederlande und Polen –, geben auch die Immobilienpreise nach, wenn auch nur leicht.

In Spanien allein hat der Anstieg der mit dem Flugzeug anreisenden Touristen um 12,8 Prozent in den vergangenen sieben Jahren den durchschnittlichen Kaufpreis einer Wohnung um 3.800 Euro erhöht und die Mieten um bis zu 236 Euro (1,7 Prozent) verteuert. Bis 2031 könnten sie aus diesem Grund zusätzlich um 217 Euro steigen.

Allerdings verweist die Studie – wie bereits in einem anderen Bericht der Spanischen Zentralbank zur Wohnsituation – darauf, dass „die Auswirkungen je nach Stadt und Region stark schwanken und von der touristischen Nachfrage abhängen“. Die Effekte im Zentrum von Valencia lassen sich also nicht eins zu eins auf Orte wie Lugo übertragen.

Die Untersuchung der Zentralbank hatte bereits auf die Belastung durch Wohnungen hingewiesen, die als Ferien- oder Saisonunterkünfte genutzt werden – rund 400.000 Objekte – sowie durch Zweitwohnsitze von In- und Ausländerinnen, von denen pro Jahr im Schnitt 50.000 gekauft werden. Dennoch erklärt das nicht das gesamte Ausmaß eines Problems, das sich zur größten Hürde für die Kaufkraft in Spanien und in anderen Teilen der Welt entwickelt hat.

Der generelle Wohnungsmangel im Land – besonders in angespannten Städten und Regionen –, dazu bürokratische Hürden, sich überlagernde Vorschriften verschiedener Verwaltungsebenen, eine mangelhafte Stadtplanung und der Mangel an Arbeitskräften treiben die Preise zusätzlich nach oben.

Preise und CO2-Emissionen steigen, Löhne nicht

Die neue Studie von T&E stellt außerdem fest, dass sowohl der Flughafen Madrid-Barajas als auch El Prat in Barcelona Schiphol in Amsterdam beim Touristenaufkommen in den kommenden Jahren überholen dürften. Barcelona plant konkret eine Erweiterung seiner Terminals durch einen umstrittenen Umbau, der die natürlichen Lagunen von La Ricarda beeinträchtigen könnte, auch wenn die Regionalregierung von Salvador Illa versichert, das Projekt überarbeitet zu haben, um genau das zu verhindern.

Analysten schätzen anhand von Daten aus Eurostat und Medienberichten, dass in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich 9,2 Touristinnen und Touristen auf jede Einwohnerin und jeden Einwohner der Balearen kamen; 4,9 auf jede Bewohnerin und jeden Bewohner der Kanaren; und zwei auf jeden Katalanen. Der europäische Durchschnitt liegt bei 0,9. Spanien hat zudem 12,9 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Flughäfen in Barajas und El Prat investiert.

Sie halten außerdem fest, dass Spanien und Italien 2025 ihre Luftverkehrsemissionen aus der Zeit vor der COVID-19-Pandemie überschritten und 14 beziehungsweise zehn Prozent über den Werten von 2019 lagen. Der Tourismussektor war bereits 2019 für 8,8 Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen verantwortlich.

Die Löhne und die Produktivität wachsen jedoch nicht im gleichen Tempo wie der Touristenstrom. 2023 entfielen laut Studie zehn Prozent aller in Spanien geleisteten Arbeitsstunden auf das Gastgewerbe, aber nur fünf Prozent der nationalen Bruttowertschöpfung – ein Hinweis auf die geringe Produktivität der Branche. Zwischen 2008 und 2024 sind die Reallöhne im spanischen Gastgewerbe sogar leicht gesunken, obwohl deutlich mehr ausländische Urlauber kamen und der gesetzliche Mindestlohn in den vergangenen acht Jahren schrittweise angehoben wurde.

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