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Marjane Satrapi: Französisch-iranische "Persepolis"-Autorin stirbt mit 56 Jahren

Marjane Satrapi: französisch-iranische 'Persepolis'-Autorin stirbt mit 56 überraschend
Französisch-iranische „Persepolis“-Autorin Marjane Satrapi stirbt mit 56 überraschend Copyright  AP Photo
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Von David Mouriquand
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Marjane Satrapi wurde mit ihrer autobiografischen Graphic Novel "Persepolis" weltweit bekannt. Die spätere Animationsverfilmung, bei der sie selbst Regie führte, feierte 2007 in Cannes Premiere und erhielt eine Oscar-Nominierung.

Die französisch-iranische Autorin und Zeichnerin Marjane Satrapi, bekannt durch die Graphic Novel "Persepolis" und deren Verfilmung von 2007, ist im Alter von 56 Jahren in Paris gestorben.

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Familie und Freunde Satrapis machten die Nachricht öffentlich.

"Marjane Satrapi ist vor Kummer gestorben, gut ein Jahr nach dem Tod von Mattias Ripa, ihres Ehemanns und der Liebe ihres Lebens", heißt es in der Mitteilung der Angehörigen.

Der Produzent, Schauspieler und Drehbuchautor Mattias Ripa war am 8. April 2025 gestorben.

Satrapi wurde am 22. November 1969 in Rasht im Iran geboren und profilierte sich als scharfe Kritikerin des theokratischen Regimes in Teheran.

Weltweit bekannt wurde sie mit ihrer viel gelobten autobiografischen Graphic Novel "Persepolis". Darin erzählt sie von ihrer Kindheit und Jugend in Teheran, vom Aufwachsen unter den Restriktionen der islamischen Staatsführung nach der Revolution von 1979 und von ihrem späteren Leben im Exil, nachdem ihre Eltern sie nach Europa geschickt hatten.

Persepolis
Persepolis Diaphana Distribution

Der Comic wurde später als Animationsfilm adaptiert. Satrapi führte dabei gemeinsam mit Vincent Paronnaud Regie. "Persepolis" feierte 2007 bei den Filmfestspielen in Cannes Premiere und erhielt dort gemeinsam mit dem Film "Silent Light" den Preis der Jury. Anschließend reichte Frankreich den Film bei der 80. Oscarverleihung als Beitrag für den besten internationalen Film ein. Zudem war "Persepolis" als bester Animationsfilm nominiert – Satrapi war damit die erste Frau in dieser Kategorie.

Regisseurin Marjane Satrapi (Mitte), Regisseur Vincent Paronnaud (rechts) und der mexikanische Regisseur Carlos Reygadas nehmen 2007 in Cannes gemeinsam den Preis der Jury entgegen
Regisseurin Marjane Satrapi (Mitte), Regisseur Vincent Paronnaud (rechts) und der mexikanische Regisseur Carlos Reygadas nehmen 2007 in Cannes gemeinsam den Preis der Jury entgegen AP Photo

Zu Satrapis weiteren bekannten Werken gehört die Graphic Novel "Huhn mit Pflaumen" ("Poulet aux prunes"), deren Verfilmung sie erneut gemeinsam mit Vincent Paronnaud inszenierte. Außerdem drehte sie die Horror-Komödie "The Voices" mit Ryan Reynolds in der Hauptrolle sowie "Radioactive", ein Biopic von 2019 über die zweifache Nobelpreisträgerin Marie Curie.

Ihr letztes Comicbuch erschien 2024 unter dem Titel "Woman, Life, Freedom". Zwei Jahre zuvor hatte sie die Mahsa-Amini-Proteste öffentlich unterstützt und erklärt, die "Woman, Life, Freedom"-Bewegung sei eine kulturelle Revolution.

Satrapi kam 1994 nach Frankreich und erhielt 2006 die französische Staatsbürgerschaft. 2025 lehnte sie die Légion d'honneur ab – aus Protest gegen die "Heuchelei" Frankreichs im Umgang mit Iran.

Ruhe in Frieden, Marjane Satrapi. 1969–2026.

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