FIFA bestätigt Untersuchung gegen Argentinien nach „widerlichen“ Szenen im WM-Finale. Das Team geht negativ viral, eine Petition zum WM-Ausschluss hat über 23 Millionen Unterzeichnungen.
Diese Weltmeisterschaft war eigentlich ein großes Spektakel... Wären da nicht FIFA und Argentinien, die vieles zunichtegemacht haben.
Viele Menschen im Netz sehen das ähnlich. Sie finden, dass dieses Turnier dem Ansehen des Fußballs weiter geschadet hat – sei es durch die exorbitanten Ticketpreise, die umstrittenen „Hydration Breaks“, die Trump-Infantino-Verbindung, die zum berüchtigten Rotkartenskandal führte, zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen und Vorwürfe der Bevorzugung... Die Liste der Aufreger wurde bis zum Finale immer länger, in dem Spanien Argentinien in der Verlängerung mit eins zu null besiegte.
FIFA hat inzwischen bestätigt, dass Argentinien eine Untersuchung erwartet. Es geht um Auseinandersetzungen mit Spielern Spaniens. Offenbar waren Profis wie Nahuel Molina, Leandro Paredes und Thiago Almada beteiligt, ebenso Assistenztrainer Roberto Ayala.
Molina soll Spaniens Kapitän Rodri beim Vorbeilaufen geschlagen haben, Paredes geriet mit Spaniens Abwehrspieler Eric Garcia aneinander.
Nach diesen unschönen Szenen hat die Disziplinarkommission der FIFA einen Ethik-Sonderermittler eingesetzt, der den Vorfall bewerten soll.
Die Aktionen des argentinischen Teams könnten als „Verstoß gegen die grundlegenden Regeln des anständigen Verhaltens“ gewertet werden – und als Verhalten, das „den Fußballsport und/oder die FIFA in Verruf bringt“.
Die Eskalation kommt nicht überraschend, denn Argentinien zu unterstützen wurde mit fortschreitendem Turnier immer problematischer. Team und Fans gingen aus den falschen Gründen viral – durch rassistische Gesänge, fragwürdige Entscheidungen im Viertelfinale gegen Ägypten, die nach Bevorzugung aussahen, und ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ („Die Falklands sind argentinisch“) bei der Halbfinal-Feier nach dem Sieg gegen England – um nur einige Beispiele zu nennen.
Im Netz gewann eine Verschwörungserzählung an Fahrt: Die Weltmeisterschaft sei zugunsten Argentiniens manipuliert worden. Viele Menschen äußerten ihren „Ekel“ und ihre Wut in KI-generierten Videos und Fotos.
Einige Beispiele finden Sie unten:
Der erwähnte Disziplinar- und Ethik-Sonderermittler kann ein weltweites Spielverbot verhängen, und eine Petition mit dem Titel „Argentina Out“ (Quelle auf Englisch) fordert, Argentinien dauerhaft aus dem Turnier auszuschließen.
In der Beschreibung der Petition heißt es, FIFA und die Schiedsrichter seien „parteiisch zugunsten Lionel Messis und Argentiniens“. Weiter steht dort: „Warum sollte der Rest der Welt antreten, wenn der Sieger schon feststeht? Schließt Argentinien von der Weltmeisterschaft aus und gebt allen anderen eine faire Chance.“
Die inzwischen geschlossene Aktion verzeichnet mehr als 23 Millionen Unterschriften – genauer 23.316.108.
Beeindruckend ist vor allem, dass die Petition fast einen Weltrekord erreicht hat, denn der Guinness-Weltrekord für die meisten Unterzeichnenden liegt bei 24.319.181.
Dieser Rekord gehört weiterhin der Jubilee-2000-Bewegung von 1997 (Quelle auf Englisch), die forderte, bis Ende des Jahres 2000 nicht rückzahlbare Schulden der ärmsten Länder der Welt zu streichen.
So knapp...
„Über 23 Millionen Menschen aus 170 Ländern haben diese Petition in weniger als einer Woche unterschrieben“, heißt es in der viralen „Argentina Out“-Petition. „FIFA hat uns ignoriert, aber Spanien hat geliefert. Danke, Spanien.“