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The Killers: „Mr Brightside“ bricht weiter Rekorde, 520 Wochen in den UK-Charts

Seit 520 Wochen in den UK-Top-100
520 Wochen in den britischen Top 100 Copyright  YouTube screenshot - The Killers 'Mr Brightside' - Canva
Copyright YouTube screenshot - The Killers 'Mr Brightside' - Canva
Von David Mouriquand
Zuerst veröffentlicht am
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Mehr als 20 Jahre nach ihrem Erscheinen bleibt dieser Song die Indie-Rock-Hymne, die einfach nicht aus den Playlists der Fans verschwindet.

And I just can’t look, it’s killing meeeeee...

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Der Song läuft überall, von Studentenpartys und Festivals bis hin zu Hochzeiten und Scheidungspartys.

Sobald diese ersten Zeilen aus den Lautsprechern kommen, findet sich fast immer jemand, der einsteigt, betrunken die Lyrics mit ausgebreiteten Armen herausbrüllt und sich wirklich fühlt, als käme er aus seinem Käfig...

Der Song „Mr. Brightside“ der US-Rockband The Killers erschien ursprünglich 2003 und kam im Jahr danach noch einmal heraus. Er war die Lead-Single ihres Debütalbums „Hot Fuss“. Der Track erzählt eine wahre Geschichte: Frontmann Brandon Flowers erwischte damals seine Freundin in einer Bar in Las Vegas beim Fremdgehen. Inzwischen hat sich der Song von einem Millennial-Schlachtruf zu einer generationenübergreifenden Hymne über das Überwinden von Eifersucht und Widrigkeiten entwickelt.

Im Laufe der Jahre hat der Hit zahllose Rekorde gebrochen, besonders im Vereinigten Königreich, wo man den Song längst als eigenen Klassiker betrachtet.

„Mr. Brightside“ war dort lange der meistgestreamte Song aus der Zeit vor 2010 und überholte 2024 schließlich Oasis’ „Wonderwall“. Seitdem gilt er als erfolgreichster Song aller Zeiten, der es nie auf den begehrten Platz eins der Charts geschafft hat.

Der nächste Wert wirkt dadurch noch beeindruckender.

In dieser Woche erreicht „Mr. Brightside“ von The Killers die Marke von beeindruckenden 520 kumulierten Wochen in den britischen Top 100. Der Song setzt damit seine scheinbar unaufhaltsame Serie als am längsten in Großbritannien gecharteter Titel aller Zeiten fort.

Zur Einordnung: Das entspricht zehn Jahren in den Charts.

Die Konkurrenz liegt weit zurück: Lewis Capaldi bringt es mit „Someone You Loved“ auf 239 Wochen, die Goo Goo Dolls mit der Neunziger-Powerballade „Iris“ auf 213 Wochen und Ed Sheeran mit „Perfect“ auf 191 Wochen.

Diese Rekordserie ist bereits 2024 gewürdigt worden: Damals holten sich The Killers für „Mr. Brightside“ gleich zwei Guinness-Weltrekorde, für den längsten Aufenthalt einer Gruppe in den britischen Singlecharts und für die meisten kumulierten Wochen in den UK-Singlecharts.

„Es fällt schwer, davon nicht berührt oder begeistert zu sein“, sagte Flowers damals gegenüber Guinness World Records. „Und wir werden dieses Lied einfach nicht leid.“

Das gilt auch für das Vereinigte Königreich. Dennoch drängt sich eine Frage auf: Verdient „Mr. Brightside“ wirklich den Status als einer der langlebigsten Songs des 21. Jahrhunderts?

Wir würden behaupten: Ähnlich allgegenwärtige und unbestreitbar überstrapazierte Songs wie „Seven Nation Army“ von The White Stripes, Outkasts „Ms. Jackson“ oder „One More Time“ von Daft Punk sind schlicht besser. Indie-Perlen wie „Since I Left You“ von The Avalanches, Father John Mistys „Real Love Baby“ oder Natalia La Fourcades „Hasta La Raíz“ gehören für uns klar zu den Anwärtern auf den besten Song des 21. Jahrhunderts. Und kein Lied, das in den letzten 26 Jahren erschienen ist, hat „Hate To Say I Told You So“ von The Hives, „Maps“ von Yeah Yeah Yeahs oder „Favourite“ von Fontaines D.C. übertroffen. Aber das ist unsere Meinung.

„Mr. Brightside“ ist nicht einmal die beste Single von „Hot Fuss“. „Somebody Told Me“, „Smile Like You Mean It“ und „All These Things That I’ve Done“ übertreffen den Song qualitativ.

Trotzdem ist beeindruckend, wie jede neue Generation den frühen 2000er-Hit von The Killers für sich entdeckt und annimmt. Eigentlich müsste der Song inzwischen als nostalgischer Throwback oder „Retro“ gelten. Doch dieses musikalische Kuriosum wird selbst von der Gen Z nicht als „Unc“ abgetan, denn auch sie kennt die Zeilen auswendig.

Liegt es daran, dass es so befreiend ist, den Song gemeinsam herauszuschreien? An seiner universellen Botschaft, Herzschmerz und Liebesbetrug zu überwinden, die ihm zusätzliche kollektive Kraft verleiht? Oder ist es einfach nur eine extrem eingängige Nummer, die man betrunken besonders gern brüllt?

Überbewertet oder nicht, der Song bricht weiter Rekorde und wird vermutlich bei jeder Feier, jedem Festival und jeder Karaoke-Nacht laufen, die man für den Rest seines Lebens besucht. Uns würde es nicht überraschen, wenn er im März 2028 die Marke von 600 Wochen knackt (so unsere Rechnung). Das ist eben der Preis, den wir zahlen... Open up your eager eyes... ’Cause Mr. Brightside is going nowhere.

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