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Schokolade ist nicht gleich Schokolade, hat aber auch Gesundheitsvorteile.

Schokolade ist nicht gleich Schokolade. Einige Sorten können der Gesundheit sogar guttun.
Schokolade ist nicht gleich Schokolade. Einige Sorten können der Gesundheit sogar nutzen. Copyright  Canva/Cleared
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Von Marta Iraola Iribarren
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Kakao gilt als gesund und wird mit vielen Vorteilen für den Körper verbunden. Fachleute warnen jedoch: Handelsübliche Schokolade schneidet deutlich schlechter ab.

Kakao gilt seit Längerem als Gesundheitsbooster. Studien bringen ihn mit einem stärkeren Herzen, einer langsameren Alterung und einer besseren geistigen Leistungsfähigkeit in Verbindung. Fachleute betonen jedoch, dass diese Effekte an Bedingungen geknüpft sind.

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Mehrere Untersuchungen verbinden Kakao mit positiven Gesundheitseffekten. Verantwortlich sind vor allem Flavanole – starke bioaktive Pflanzenstoffe und Antioxidantien – sowie Theobromin, ein bitter schmeckendes, natürliches Stimulans aus der Kakaopflanze und aus Schokolade.

Eine Tafel Milchschokolade hat allerdings wenig mit reinen Kakaonibs gemein. Chancen und Risiken unterscheiden sich deutlich.

Kakao: Wie er der Gesundheit nutzt

Kakao enthält viele Flavanole. Diese Stoffgruppe steckt auch in anderen Pflanzen und Gemüsesorten und steht mit zahlreichen Gesundheitsvorteilen in Verbindung: Sie wirkt antioxidativ, kann Krebs vorbeugen und Entzündungen dämpfen.

Theobromin dringt in die Blut-Hirn-Schranke ein. Es blockiert bestimmte Adenosin-Rezeptoren und beeinflusst damit neuronale Faktoren. Laut einer Studie aus dem Jahr 2024 kann das die geistige Leistungsfähigkeit verbessern und das Gehirn vor altersbedingten Beeinträchtigungen, Alzheimer und Parkinson schützen.

Kakao stärkt Herzgesundheit

Kakao steht zudem mit einem geringeren Risiko in Zusammenhang, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben.

Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2025, veröffentlicht im European Journal of Preventive Cardiology, kommt zu dem Ergebnis: Flavanolreiche Lebensmittel können den Blutdruck senken und die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessern – vor allem bei Menschen mit erhöhtem Blutdruck, Bluthochdruck oder hohem Herz-Kreislauf-Risiko.

Die Forschenden schätzen, dass sich solche Effekte bereits mit etwa einer bis zwei Portionen Zartbitterschokolade oder mit zwei bis drei Esslöffeln Kakaopulver pro Tag erreichen lassen.

Die Cocoa Supplement and Multivitamin Outcomes Study (COSMOS), eine der größten und langfristigsten randomisiert kontrollierten Studien zu Schokolade und Gesundheit, begleitete mehr als 21 000 Menschen im Schnitt über drei Jahre.

Ein Teil der Teilnehmenden nahm zweimal täglich ein Präparat mit fünfhundert Milligramm Kakao-Flavanolen ein. Die übrigen erhielten ein Placebo.

In Tests zur geistigen Leistungsfähigkeit und bei der Häufigkeit von Typ-zwei-Diabetes unterschieden sich die Gruppen kaum. Bei den Herztodesfällen zeigte sich jedoch ein Effekt: Personen mit dem Flavanol-Präparat starben zu siebenundzwanzig Prozent seltener an Herz-Kreislauf-Ursachen.

Die Studienleitung betont allerdings, dass COSMOS nicht klären sollte, ob Schokolade gesund ist.

„Die zentrale Frage lautet vielmehr: Steckt in der Kakaobohne und ihren bioaktiven Bestandteilen etwas, das der Gesundheit nützen könnte?“, sagt Co-Studienleiter Howard Sesso.

Dunkle Schokolade könnte Alterungsprozess bremsen

Forschende am King’s College London brachten Theobromin vor Kurzem mit einem verlangsamten Alterungsprozess in Verbindung.

Das Team wertete Daten von mehr als eintausendsechshundert Personen aus. Menschen mit höheren Theobromin-Werten im Blut hatten demnach ein biologisches Alter, das unter ihrem tatsächlichen Lebensalter lag.

„Schokolade, auch Zartbitterschokolade, ist ein Genussmittel und kein gesundes Lebensmittel“, sagt Dimitrios Koutoukidis, außerordentlicher Professor für Ernährung, Adipositas- und Verhaltensforschung sowie Diätologe an der Universität Oxford, als Reaktion auf die Studie.

Wer Schokolade mag, sollte sie daher nur gelegentlich und in kleinen Mengen genießen, ergänzt er.

Schokolade ist nicht gleich Schokolade

Ernährungsexperten weisen darauf hin, dass handelsübliche Schokolade meist deutlich weniger dieser Inhaltsstoffe enthält als die Kakao-Produkte, die in Studien zum Einsatz kommen.

Unter den gängigen Sorten liefert dunkle Schokolade in der Regel die höchste Konzentration an Flavanolen – und enthält zugleich weniger Zucker und zugesetzte Fette.

Weiße Schokolade bringt aus ernährungsphysiologischer Sicht am wenigsten. Sie enthält zwar Kakaobutter, aber keine Kakaomasse und steckt voller Fett und Zucker.

Noch ist unklar, wie viel Schokolade Menschen tatsächlich essen müssten, um gesundheitliche Vorteile zu erzielen. Ungewiss ist auch, ob zugesetzte Zutaten wie Zucker, Milch und Kakaobutter die möglichen positiven Effekte teilweise wieder aufheben.

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