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Heiße Nächte rauben Menschen den Schlaf, warnen Forschende

Archivbild: Eine Frau fächert sich neben einem liegenden Mann in einem Park in Madrid, Spanien, Luft zu.
ARCHIV: Eine Frau fächelt sich mit einem Handventilator Luft zu, neben ihr liegt ein Mann in einem Park in Madrid, Spanien. Copyright  AP Photo/Paul White
Copyright AP Photo/Paul White
Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am
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Wegen des Klimawandels steigen nachts die Temperaturen. Weltweit schlafen Menschen weniger; im Schnitt verlieren sie über 50 Stunden pro Jahr.

Tropische, schwülwarme Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 °C fällt, nehmen weltweit zu, und die Menschen zahlen dafür mit ihrem Schlaf.

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Weltweit hat eine durchschnittliche Person zwischen 2020 und 2025 durch hohe Temperaturen pro Jahr fast 56 Stunden Schlaf verloren. Das entspricht fast sieben vollen Nächten. Das zeigt eine neue Studie der Organisation Climate Central.

In fast allen der mehr als 1.300 untersuchten Städte hat sich der temperaturbedingte Schlafverlust durch den Klimawandel seit den frühen 1970er-Jahren mindestens verdoppelt. Am größten ist er im Nahen Osten und in Südostasien. Dort verlieren Menschen im Schnitt zwischen 55 und 91 Stunden Schlaf pro Jahr.

In den frühen 1970er-Jahren verloren Menschen in einer durchschnittlichen Stadt mit 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern rund 46 Stunden Schlaf pro Jahr wegen heißer Nächte. In den 2020er-Jahren waren es etwa 50 Stunden. Zwischen 2020 und 2025 stieg der Wert auf 56 Stunden. Laut Analyse trägt der Klimawandel einen immer größeren Teil dieser Belastung.

Europa: Wo Menschen am meisten Schlaf verlieren

Sehr warme Nächte treffen zwar alle Städte weltweit. Die Belastung verteilt sich jedoch ungleich, sowohl zwischen den Kontinenten als auch innerhalb Europas.

In Europa verzeichnen Städte im Süden die höchsten Werte. In Neapel in Italien verloren Menschen in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt 51 Stunden Schlaf pro Jahr wegen der Hitze.

In Griechenlands Hauptstadt Athen lag der Verlust bei 45 Stunden pro Jahr. In Valencia in Spanien bei 42 Stunden. In Lissabon in Portugal und in der französischen Stadt Marseille bei jeweils 40 Stunden.

Auch in den nördlichsten Ländern leiden Menschen unter schlafraubender Hitze, wenn auch weniger stark.

Menschen in Edinburgh in Schottland verloren 21 Stunden. In Stockholm und Helsinki waren es jeweils 20 Stunden. Am geringsten war der Effekt in Oslo mit 18 Stunden.

Guter Schlaf: Warum er so wichtig ist

Schlaf spielt eine zentrale Rolle dafür, dass der Körper am Tag richtig funktioniert.

Nachts soll sich der Körper erholen. Kühlt es nicht ab, bleibt diese Erholung aus, und der Organismus steht dauerhaft unter Stress.

Die Autorinnen und Autoren verweisen darauf, dass schlechter Schlaf die Stimmung, die Konzentration, die Leistungsfähigkeit sowie die Herz-Kreislauf-Gesundheit und das Immunsystem beeinträchtigen kann.

Viele Faktoren beeinflussen den Schlaf. Doch die Hitze in der Nacht entwickelt sich zu einem immer wichtigeren Umweltrisiko. Die Temperaturen steigen weltweit weiter, und mehr Menschen ziehen in Städte, die sich nachts besonders stark aufheizen.

Schlafmangel kann sich über mehrere Nächte aufbauen. Selbst kleine Einbußen können über eine heiße Saison hinweg gefährlich werden.

Eine aktuelle Studie ergab, dass wärmere Nächte den Schlaf von Menschen über 65 mehr als doppelt so stark beeinträchtigen wie den von Menschen mittleren Alters. In Ländern mit niedrigem mittlerem Einkommen ist der Effekt fast dreimal so groß wie in reichen Ländern.

Auch Frauen und Menschen, die schon heute in sehr warmen Regionen leben, sind stärker betroffen. Diese Unterschiede dürften mit weiter steigenden Temperaturen noch größer werden.

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