Loader
Finden Sie uns
Werbung

UN: Fast jeder Dritte kann sich keine gesunde Ernährung leisten

Fast jede dritte Person kann sich keine gesunde Ernährung leisten, warnt UN
UN warnt: Fast jede dritte Person kann sich keine gesunde Ernährung leisten Copyright  Cleared/Canva
Copyright Cleared/Canva
Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Nahezu drei Milliarden Menschen weltweit können sich keine gesunde Ernährung leisten. Die Kosten für frische und ausgewogene Lebensmittel sind stark gestiegen.

Die weltweiten Kosten für eine gesunde Ernährung sind in den vergangenen fünf Jahren um 25 Prozent gestiegen und liegen inzwischen deutlich über dem, was sich Menschen in extremer Armut leisten können. Diese ist definiert als Leben mit weniger als 3 US-Dollar (2,62 Euro) pro Tag, warnen die Vereinten Nationen.

WERBUNG
WERBUNG

„Dadurch können sich 2,69 Milliarden Menschen, also fast jeder dritte Mensch weltweit, weiterhin keine gesunde Ernährung leisten“, sagte Máximo Torero Cullen, Chefökonom der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen, gegenüber Reporterinnen und Reportern vor der Veröffentlichung des Berichts „State of Food Security and Nutrition in the World“.

Derzeit kostet eine vollwertige Ernährung, die alle Nährstoffbedürfnisse deckt, im Durchschnitt 4,28 US-Dollar pro Person und Tag, bereinigt um die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Ländern.

„Kalorien sind relativ billig“, sagte Torero. „Gute Ernährung ist es nicht.“

Obst und Gemüse sind teuer

Grundnahrungsmittel, also die Lebensmittel, die Menschen täglich vor allem essen, wie Getreide und Wurzelgemüse, liefern den größten Teil der täglichen Kalorien, machen aber nur 13 Prozent der Kosten einer gesunden Ernährung aus.

„Obst und Gemüse liefern dagegen nur 5 Prozent der Kalorien, stehen aber für 16 Prozent der Kosten. Sie sind also deutlich teurer als Getreideprodukte. Lebensmittel tierischen Ursprungs machen sogar fast 30 Prozent der Gesamtkosten aus“, so Torero.

Die zentrale Herausforderung sei daher „nicht genug Kalorien zu produzieren, sondern nährstoffreiche Lebensmittel erschwinglicher zu machen“.

Weltweit gibt es aber auch Aktivistinnen und Aktivisten, die versuchen sozial schwächere Familien mit gesundem Essen zu versorgen.

Eine ungesunde Ernährung gehört laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den wichtigsten Risikofaktoren für die weltweiten Belastungen durch Krankheiten, vor allem durch nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes und Krebs.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Essen, Miete, Freizeit: Wofür geben Europas Haushalte ihr Geld aus?

Studie: Armut prägt Kinderhirn stärker als Erziehung und IQ

CrowdFarming: Plattform für besseres Essen in Europa