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Ebola-Ausbruch: Infizierter US-Arzt in Berlin eingetroffen

Eine Ampel zeigt Rot vor dem Charité-Krankenhaus in Berlin, Deutschland, am Donnerstag, den 27. Januar 2022.
Eine Ampel zeigt Rot vor dem Charité-Krankenhaus in Berlin, Deutschland, am Donnerstag, den 27. Januar 2022. Copyright  AP Photo
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Von Nela Heidner
Zuerst veröffentlicht am
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Der mit dem Ebola-Virus infizierte US-Arzt Dr. Peter Stafford ist in Deutschland eingetroffen. Er wurde in das Berliner Universitätsklinikum Charité gebracht, das über eine hochspezialisierte Sonderisolierstation verfügt.

Der amerikanische Arzt, der sich mit dem Ebola-Virus infiziert hat, ist zum Flughafen BER ausgeflogen worden. Von dort brachte ihn ein Spezialfahrzeug in einem großen Konvoi, begleitet unter anderem von der Polizei, weiter zur Berliner Universitätsklinik Charité.

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Begleitet wurde er von sechs Kontaktpersonen – darunter vermutlich Angehörige seiner Familie. Dr. Peter Stafford und seine Frau, Dr. Rebekah Stafford, sind Missionsärzte und gehören der Organisation Serge an, einer in Pennsylvania ansässigen christlichen Missionsorganisation mit Schwerpunkt auf medizinischer und humanitärer Auslandshilfe.

Laut einer Pressemitteilung der Organisation infizierte er sich mit dem seltenen Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus, als er Patienten im Nyankunde Hospital nahe der Stadt Bunia behandelte.

Das Ehepaar zog 2019 nach Afrika und arbeitet seither im Kongo.

Die Charité in Berlin verfügt über eine der größten und am besten ausgestatteten spezialisierten Sonderisolierstationen (SIS) für Patienten mit hochansteckenden und lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten in Deutschland. Zudem ist sie eng in nationale und internationale Seuchenschutzkonzepte eingebunden.

Charité: Hochspezialisierte Versorgung für Seuchen

Die Station ist vollständig vom regulären Krankenhausbetrieb getrennt. Sie ist mit speziellen Sicherheits- und Hygienesystemen ausgestattet, darunter separate Zugänge, Schleusen, spezielle Lüftungs- und Filteranlagen sowie eine eigene Abwasseraufbereitung. Zudem arbeitet dort speziell geschultes Personal.

Der Ausbruch hat international Besorgnis ausgelöst und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu veranlasst, einen internationalen gesundheitlichen Notfall auszurufen.

Die US-Gesundheitsbehörde hat zudem vorübergehende Reisebeschränkungen für bestimmte Reisende aus betroffenen Regionen eingeführt. Bisher sind mindestens 80 Menschen an der Erkrankung gestorben. Fälle wurden sowohl in der Demokratischen Republik Kongo, wo der Ausbruch erstmals festgestellt wurde, als auch in Uganda bestätigt.

Das kongolesische Gesundheitsministerium hat inzwischen 513 Verdachtsfälle sowie 131 mutmaßliche Todesfälle gemeldet. Das Ebola-Virus wird durch direkten Körperkontakt sowie den Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Während eines Ausbruchs der Zaire-Variante in Westafrika in den Jahren 2014 und 2015 kamen mehr als 11.000 Menschen ums Leben.

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