In Paris haben sich Tausende Menschen zu einer Kundgebung versammelt, um Gerechtigkeit für die getötete elfjährige Lyhanna zu verlangen. Ihre Leiche war in der vergangenen Woche gefunden worden, nachdem das Mädchen in der Nähe der südwestfranzösischen Stadt Fleurance verschwunden war.
Die Proteste fanden vor dem Hintergrund wachsenden Zorns über mutmaßliche Versäumnisse der Justiz statt. Kritiker werfen den Behörden Fehler im Umgang mit dem Tatverdächtigen vor, schon bevor es zu dem Verbrechen kam. Die Demonstrierenden kritisierten das französische Justizsystem und forderten schärfere Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen und Kindern.
Die Kundgebung folgte auf die Weigerung von Frankreichs Justizminister Gérald Darmanin, trotz zunehmenden öffentlichen Drucks in dem Fall zurückzutreten. Der Fall hat eine landesweite Debatte über Verantwortlichkeit und den Umgang mit Missbrauchsanzeigen ausgelöst.