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Portugal schickt Medikamente nach Venezuela

Fracht mit Medikamenten für Venezuela am Flughafen Lissabon. Foto wurde öffentlich auf Facebook geteilt.
Medikamentenladung für Venezuela am Flughafen Lissabon. Foto öffentlich auf Facebook geteilt. Copyright  Ana-Aeroporto de Lisboa/Facebook
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Von LIna Ferreira
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Ladung umfasst mehr als acht Tonnen Medikamente für die Opfer der zwei Beben vom 24. Juni. Der Flug stellt die Luftverbindung zwischen den Ländern wieder her, die wegen der Beben ausgesetzt war.

Portugal hat heute 8,7 Tonnen Medikamente nach Venezuela geschickt. Der Flug, der um zehn Uhr vormittags in Lissabon gestartet ist, bringt das Material zum Gesundheitsministerium des Landes. Es soll den Menschen helfen, die von den Erdbeben vom 24. Juni betroffen sind.

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Beim Abflug waren der Staatssekretär für das Gesundheitswesen, Francisco Pinheiro Catalão, sowie Vertreter des Gesundheitsministeriums und von Flughafenunternehmen anwesend.

Die Ladung wurde von Pharmaunternehmen gespendet, nachdem Organisationen der Branche zu Hilfe aufgerufen hatten.

„Im Anschluss an diese Konsultation konnten rund acht Tonnen Medikamente zusammengetragen werden, gespendet von den Unternehmen Grupo Tecnimede, BIAL, FAES Farma, Menarini und Bluepharma. Sie werden dem Ministerio del Poder Popular para la Salud übergeben“, teilte die Regierung in einer Mitteilung mit, auf die sich die Agentur Lusa beruft.

Portugal–Venezuela: Direktflüge starten wieder

Der Flug markiert auch die Rückkehr der direkten Flugverbindungen zwischen beiden Ländern. Nach den Beben waren die Verbindungen unterbrochen worden.

Die Fluggesellschaft TAP erklärt in einer Mitteilung, dass sie vorerst nur den Flughafen Arturo Michelena in Valencia anfliegt. Später, wenn sich das Land erholt, sollen schrittweise wieder Flüge zu weiteren Zielen aufgenommen werden, darunter die Hauptstadt Caracas.

Bereits in der vergangenen Woche hat Portugal Hilfsgüter nach Venezuela geschickt, darunter Hygieneartikel, zwei Krankenwagen und Geräte zur Trümmerbeseitigung. Die Lieferung erfolgte mit zwei Flügen der Luftwaffe, die auf dem Rückflug Einsatzkräfte der gemeinsamen nationalen Taskforce FOCON zurückbrachten.

Gesundheitslage bleibt fragil

Am 24. Juni wurde Venezuela von zwei Erdbeben getroffen, nur wenige Sekunden nacheinander. Es gilt als größtes seismisches Ereignis des Landes in diesem Jahrhundert. Seither wurden mehr als 1.200 Nachbeben registriert.

Inzwischen liegt die Zahl der Todesopfer bei 4.490. Mehr als 300 Leichen sind noch nicht identifiziert. Die Regierung in Caracas nennt weiterhin keine offizielle Zahl der Vermissten.

Bei den Beben wurden zudem mehr als 16.000 Menschen verletzt, viele brauchen weiterhin Behandlung. Hinzu kommt eine Lage, die die Bevölkerung einem hohen Risiko für Krankheiten wie Infektionen, Dengue und Fieber aussetzt. Und das in einem Land, in dem laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Impfquote wegen der Sanktionen seit Jahren sinkt.

Die Situation wird durch Schäden an den Krankenhäusern weiter erschwert. Nach den Beben berichtete die WHO, dass drei Kliniken schließen mussten und sechs weitere nur eingeschränkt arbeiten können.

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