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Wechseljahre-Leitfaden basiert auf Männer-Studien: Spanien muss nachbessern

Archivaufnahme: Eine Frau hält einen Regenschirm, um sich an einem heißen Tag in Madrid, Spanien, vor der Sonne zu schützen.
Archivbild: Eine Frau hält einen Regenschirm, um sich an einem heißen, sonnigen Tag in Madrid, Spanien vor der Sonne zu schützen. Copyright  AP Photo/Manu Fernandez
Copyright AP Photo/Manu Fernandez
Von Marina Neila
Zuerst veröffentlicht am
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Empfehlungen zu Eisen und Vitamin C für Frauen in den Wechseljahren, basierend auf Studien mit Männern: Spaniens Ernährungsbehörde Aesan räumt einen Fehler ein und lässt ihren Menopause-Bericht überarbeiten.

Die spanische Lebensmittel- und Ernährungsbehörde Aesan will ihren Bericht über Ernährung und gesunde Lebensweise in der Menopause überarbeiten, nachdem mehrere Wissenschaftlerinnen kritisiert haben, dass einige Empfehlungen zu Nährstoffen und dem besonderen Bedarf von Frauen in dieser Lebensphase auf Studien beruhen, die ausschließlich mit Männern durchgeführt wurden.

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Die Behörde hat ihrem wissenschaftlichen Ausschuss die Überprüfung übertragen. Streit gibt es, weil das Dokument, das im vergangenen März erschienen ist, einzelne Werte aus Untersuchungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA übernimmt, ohne ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die zugrunde liegenden Studien an männlicher Bevölkerung durchgeführt wurden.

Aesan räumte ein, es habe eine Versäumnis bei einem Warnhinweis gegeben, und betonte die Notwendigkeit, die spezifische Forschung zu Frauen in der Menopause auszuweiten.

Der Bericht enthält eine Reihe von Empfehlungen, die Risiken in dieser Phase verringern sollen, etwa den Verlust von Knochen- und Muskelmasse oder Herz-Kreislauf-Probleme. Empfohlen werden eine eiweißreiche Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffen, Kalzium, Eisen und Vitaminen sowie regelmäßige Bewegung mit besonderem Fokus auf Krafttraining.

Die Gleichstellungsministerin Ana Redondo forderte auf ihrer X-Seite eine Überarbeitung des Berichts und verlangte, dass sich solche Situationen nicht wiederholen. „Es ist an der Zeit, dass Frauen in den Agenden und in Gesundheitsstudien vorkommen und der männliche Körper nicht länger die universelle Referenz für alles ist, sogar für Fragen, die mit der Menopause zu tun haben“, sagte die Ministerin.

Die Kontroverse macht außerdem ein historisches Grundproblem der medizinischen Forschung sichtbar. In klinischen Studien und anderen wissenschaftlichen Untersuchungen waren Männer über Jahrzehnte überrepräsentiert, Frauen blieben dagegen ausgeschlossen oder deutlich unterrepräsentiert.

Durch diese Lücke basiert ein Teil des Wissens über Krankheiten, Symptome, Behandlungen oder Dosierungen auf dem männlichen Körper. Dabei gibt es biologische Unterschiede, die das Auftreten bestimmter Erkrankungen beeinflussen können und die Reaktion auf Medikamente und Therapien verändern. Die Folge kann eine weniger präzise Diagnose, Prävention und Gesundheitsversorgung für Frauen sein.

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