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Schritte senken Sterberisiko: Tempo beim Gehen zählt genauso

„Die Ergebnisse legen nahe: Hohe Intensität bei kürzerer Dauer bringt ähnliche Gesundheitsvorteile wie geringere Intensität bei längerem Training“, schreiben die Forschenden.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass kürzere, intensivere Einheiten ähnlich gesund sind wie längere mit geringerer Intensität, so die Forschenden. Copyright  Canva
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Von Giedre Peseckyte
Zuerst veröffentlicht am
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Für ein geringeres Risiko, früh zu sterben, zählt laut neuen Studien nicht nur die Zahl der täglichen Schritte, sondern auch das Tempo beim Gehen.

Beides ist entscheidend: Wie viele Schritte Menschen gehen und wie schnell sie unterwegs sind, beeinflusst ihr Risiko, an irgendeiner Ursache oder an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Das zeigt eine neue Studie (Quelle auf Englisch), die im „British Journal of Sports Medicine“ erschienen ist. Sie belegt, dass unterschiedliche Kombinationen aus täglicher Schrittzahl und Gehgeschwindigkeit mit einem geringeren Risiko für einen frühen Tod verbunden sein können.

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„Unsere Ergebnisse weisen auf flexible, schrittbasierte Strategien hin, mit denen sich das Sterberisiko bei Menschen mittleren und höheren Alters senken lässt – besonders bei jenen, die ihre tägliche Schrittzahl oder die Intensität ihrer Schritte nur schwer steigern können“, schreiben die Forschenden. Sie betonen, dass die meisten bisherigen Studien nicht untersucht haben, wie verschiedene Kombinationen aus täglicher Schrittzahl und Schrittintensität mit dem Sterberisiko zusammenhängen.

Die Forschenden werteten Daten von Aktivitätstrackern aus, die Teilnehmende mittleren Alters in der UK Biobank trugen. Sie hatten die Geräte zwischen 2013 und 2015 für jeweils sieben Tage am Stück angelegt.

Für die Auswertung nutzten sie die Messdaten von 64.743 Personen im Alter von 40 bis 69 Jahren. Diese legten je nach Person weniger als 5.000 bis mehr als 10.000 Schritte pro Tag zurück und gingen dabei in unterschiedlichem Tempo. Ergebnis: Wer täglich zwischen 7.500 und 10.000 Schritte machte, senkte sein Risiko für einen frühen Tod am deutlichsten – unabhängig vom Gehtempo.

Außerdem zeigte sich: Ein zügiges Tempo von mindestens dreißig Minuten pro Tag – etwa 90 Schritte pro Minute – stand ebenfalls mit einem geringeren Sterberisiko in Verbindung, und zwar unabhängig von der insgesamt zurückgelegten Schrittzahl.

„Unabhängig von der täglichen Gesamtzahl an Schritten könnte es ein lohnendes Ziel sein, eine höhere Schrittkadenz beizubehalten, um vorzeitige Todesfälle zu verhindern“, so das Forschungsteam.

Für Menschen mit einem überwiegend sitzenden Alltag und weniger als 5.000 Schritten pro Tag gilt nach Angaben der Forschenden: „Ein höheres Schritttempo kann das Risiko, an irgendeiner Ursache oder an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, deutlich verringern.“ Wer lieber langsam geht, kann dagegen profitieren, wenn er oder sie einfach mehr Schritte sammelt.

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