Europas Kino: Ein Spiegel für die Vielfalt des Kontinents

Europas Kino: Ein Spiegel für die Vielfalt des Kontinents
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Von Frédéric Ponsard  & Euronews

Europa, Kino, Identität: Wir haben kurz vor der Verleihung des Europäischen Filmpreises mit europäischen Filmemachern darüber gesprochen, was diese Begriffe für sie bedeuten.

Im Dezember ist es so weit, dann werden wieder die Europäischen Filmpreise verliehen. Wegen Corona in einer virtuellen Zeremonie von Berlin aus. Europa, Identität, Kino. Was bedeutet das für wichtige europäische Filmemacher? Wir haben nachgefragt. 

Der Franzose François Ozon, nominiert in der Kategorie beste Regie, sagte uns dazu: "Ich fühle mich zuerst als Franzose, aber ich hatte tatsächlich recht rasch das Glück, dass meine Filme auch in Europa funktioniert haben. Dadurch konnten einige meiner Filme auch leichter finanziert werden. Es ist immer eine gute Sache, auf einen Kontinent zu gehen, wo Kino eine wichtige Rolle spielt. Ich spüre einen deutlichen Unterschied zwischen den USA und anderen Ländern. In Europa existiert eine wirkliche Liebe zum Kino. Ich glaube, die größten Kinoliebhaber sind in Europa."

Es gibt da eine gewisse Radikalität.
Thomas Vinterberg
Dänischer Regisseur

Im Rennen um den besten Film ist "Der Rausch" des Dänen Thomas Vinterberg. Was ist das Dänische an seinen Werken? "Es gibt da eine gewisse Radikalität", so Vinterberg gegenüber Euronews. "Vielleicht ist diese eine Reaktion auf das etwas Erdrückende, das das Leben in einem kleinen, rationalen Land mit sich bringt, das als das glücklichste in der Welt gilt."

Aus dem katholischen Polen ist Corpus Christi als bester Film nominiert, sein Macher Jan Komasa als bester Regisseur. Die 33. Verleihung der Europäischen Filmpreise findet vom 8. bis zum 12. Dezember statt.

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