Der US-Popstar gelobt nach seiner Festnahme, sich künftig strikt an alle Gesetze zu halten. Die Polizei wirft ihm vor, betrunken Auto gefahren zu sein.
Popstar Britney Spears hat ihr Verhalten als „völlig unentschuldbar“ bezeichnet. Ihr wird nach Medienberichten vorgeworfen, in der Nähe von Los Angeles unter Alkoholeinfluss am Steuer gesessen zu haben.
Nach Angaben des Sheriffbüros im Bezirk Ventura kam sie am Donnerstagmorgen wieder auf freien Fuß. Polizisten hatten sie in der Nacht zuvor wegen des Verdachts auf Fahren unter Alkoholeinfluss festgenommen.
Aus den Unterlagen der Behörde geht hervor, dass Spears nun am vierten Mai vor Gericht erscheinen soll.
In einer Stellungnahme gegenüber dem Branchenportal Deadline erklärte ein Sprecher des Popstars: „Das war ein unglücklicher Vorfall, der völlig unentschuldbar ist. Britney wird nun die richtigen Schritte gehen und sich an das Gesetz halten.
„Hoffentlich kann dies der erste Schritt für eine längst überfällige Veränderung in Britneys Leben sein“, heißt es abschließend.
Teenstar
Spears, in Mississippi geboren und in Louisiana aufgewachsen, wurde zunächst zum Teenie-Pop-Phänomen und später zu einem prägenden Superstar der neunziger und zweitausender Jahre.
Berühmt wurde sie vom Disney-Channel-Format The Mickey Mouse Club über MTV bis weit darüber hinaus – mit Hits, die eine ganze Pop-Ära prägten, darunter „… Baby One More Time“, „Oops! … I Did It Again“ und „Toxic“.
Die meisten ihrer Alben erreichten nach Angaben der Recording Industry Association of America Platinstatus. Zwei wurden sogar mit Diamant ausgezeichnet: „… Baby One More Time“ aus dem Jahr 1999 und „Oops! … I Did It Again“ von 2000.
Ihr bislang letztes Studioalbum Glory erschien 2016.
Boulevard-Albtraum
Schon Anfang der zweitausender Jahre geriet Spears massiv ins Visier der Boulevardpresse und der Öffentlichkeit. Sie kämpfte mit psychischen Problemen, während Paparazzi jedes Detail ihres Privatlebens dokumentierten.
Später rückte ihre Freiheit, über ihr eigenes Leben zu bestimmen ins Zentrum der #FreeBritney-Bewegung. Zugleich erkannte die Öffentlichkeit zunehmend, wie frauenfeindlich die damalige Berichterstattung gewesen war.
Im Jahr 2008 stellte ein Gericht Spears unter eine Vormundschaft. Hauptsächlich ihr Vater und dessen Anwälte führten diese Konstruktion und bestimmten damit über ihre persönlichen und finanziellen Entscheidungen – mehr als ein Jahrzehnt lang.
Sie gewann den juristischen Kampf, die Vormundschaft wurde 2021 aufgehoben. Zwei Jahre später veröffentlichte sie ihre Enthüllungsautobiografie „The Woman in Me“, die sich zum Bestseller entwickelte.
Auch nach dem Ende der Vormundschaft im November 2021 blieb unklar, ob die Sängerin überhaupt jemals wieder auftreten wird.
„Meine Musik nicht mehr zu machen, ist eine Art, ‚f**k you‘ zu sagen“, schrieb sie damals auf ihrem inzwischen deaktivierten Instagram-Account.
Vor vier Jahren tat sie sich allerdings mit der Pop-Ikone Elton John zusammen und veröffentlichte die Single „Hold Me Closer“. Der Song mischt Elemente mehrerer seiner früheren Hits, darunter „Tiny Dancer“, „Don’t Go Breaking My Heart“ und „The One“.