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Baby Yoda, "Rivals" und Popkult: Europas Kulturtipps der Woche

Children of Graceland (Projekt) – „Star Wars: The Mandalorian and Grogu“ – „Rivals“
„Kinder von Graceland“ (Projekt) – „Star Wars: The Mandalorian und Grogu“ – „Rivalen“ Copyright  Hayley Louisa Brown - © 2025 Lucasfilm Ltd™ - © Disney+
Copyright Hayley Louisa Brown - © 2025 Lucasfilm Ltd™ - © Disney+
Von Amber Louise Bryce
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Von Ausstellungen über die Manosphere bis zu Baby Yoda im Kino: Diese Kulturhighlights sollten Sie diese Woche nicht verpassen.

Eine aktuelle Studie legt nahe, dass regelmäßige Begegnungen mit Kunst und Kultur den Alterungsprozess verlangsamen können.

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Mit diesem Gedanken im Hinterkopf haben wir eine besonders verführerische Auswahl kultureller Empfehlungen zusammengestellt. Ob Ausstellungen über Popkultur und Männlichkeitsbilder, Serien über Macht und Begierde oder Filme über zerfallende galaktische Imperien – diese Woche dürfte für fast jeden etwas dabei sein.

Also lieber den Kalender öffnen statt die Lauf-App: Wer braucht schon Joggingrunden, wenn es Jedis gibt?

Ausstellungen

Holy Pop!

Wann: 21. Mai bis 19. August 2026

Wo: Somerset House in London, Großbritannien

Je weiter sich viele Gesellschaften von klassischen religiösen Bindungen entfernen, desto häufiger verlagert sich Hingabe in die Welt der Popkultur und ihrer Fangemeinschaften. Ein großer Teil davon spielt heute digital statt – etwa in TikTok-Edits oder auf sogenannten "Stan"-Accounts bei Instagram.

Anderes bleibt ganz analog: gesammelt auf Regalen, festgehalten in Scrapbooks oder verarbeitet in Collagen. Was all diese Formen verbindet, sind Begeisterung, Gemeinschaftsgefühl und kreative Leidenschaft. Das Somerset House widmet sich genau dieser bunten und manchmal skurrilen Welt der Fankultur – einer Welt, in der Popstars und fiktive Figuren für viele Menschen fast kultischen Status erreichen.

Dream Girl (2023) Athen & Nina: Sleepover, Gathering's GLASSHOUSE, London
Dream Girl (2023) Athen & Nina: Sleepover, Gathering's GLASSHOUSE, London Photo: Damian Griffiths

Manosphere: Masculinity Today

Wann: bis zum 2. August 2026

Wo: Stedelijk Museum in Amsterdam in den Niederlanden

Männlichkeit wirkt derzeit stärker aufgeladen denn je. Zwischen inszenierten Rollenbildern, politischer Radikalisierung und männlichen Selbstinszenierungen im Netz geraten traditionelle Vorstellungen zunehmend ins Wanken. Gerade bei jungen Männern scheinen Unsicherheit, Wut und Orientierungslosigkeit oft eng miteinander verbunden zu sein.

Wie stark sich diese Dynamiken online ausbreiten, zeigt etwa Louis Theroux' aktuelle Dokumentation über die sogenannte Manosphere – digitale Räume, in denen frauenfeindliche Inhalte und aggressive Männlichkeitsbilder verbreitet werden. Das Stedelijk Museum Amsterdam greift diese Entwicklungen in einer neuen Ausstellung auf. Gezeigt werden Arbeiten, die klassische Vorstellungen von Männlichkeit hinterfragen und zugleich die Verletzlichkeit und Unsicherheit sichtbar machen, die häufig dahinterliegen. Im Mittelpunkt steht die Frage, was Männlichkeit heute überhaupt bedeutet – und wie vielfältig Geschlechtsidentität inzwischen verstanden wird.

Hans Eijkelboom, aus der Serie De ideale man (Detail), 1977–1982.
Hans Eijkelboom, aus der Serie De ideale man (Detail), 1977–1982. Collection Stedelijk Museum Amsterdam

Bonus-Tipp: Als zusätzlicher Tipp läuft derzeit im Schloss Wilhelmshöhe die frisch eröffnete Ausstellung "Rembrandt 1632 – Creation of a Brand". Die Schau in Kassel ist noch bis zum 16. August 2026 zu sehen.

Filme

Star Wars: The Mandalorian and Grogu

Wo: Kinos in ganz Europa

Wann: 22. Mai

Die Geschichte spielt mehrere Jahre nach den Ereignissen aus Star Wars: Episode VI – Return of the Jedi. Im neuen Film aus dem Star-Wars-Universum stehen erstmals zwei der beliebtesten Figuren der jüngeren Reihe gemeinsam im Kino im Mittelpunkt: Grogu – besser bekannt als "Baby Yoda" – und der mandalorianische Kopfgeldjäger Din Djarin, gespielt von Pedro Pascal.

Gemeinsam unterstützen sie die Neue Republik im Kampf gegen imperiale Warlords, die versuchen, die Herrschaft des Imperiums wieder aufzubauen. Die Serie The Mandalorian endete 2023 und zählt bis heute zu den erfolgreichsten Produktionen von Disney+. Wirklich überraschend ist das kaum: Pedro Pascal und ein auffällig niedlicher Jedi-Schüler sind für viele Fans offenbar eine kaum zu widerstehende Kombination.

Und selbst falls der Film am Ende enttäuschen sollte, gilt weiterhin Yodas berühmter Satz: "Der größte Lehrer ist das Scheitern."

Bonus-Tipp: Als zusätzlicher Filmtipp startet am 22. Mai die romantische Komödie "Finding Emily" in ausgewählten Kinos. Darin schließt sich ein junger Musiker mit einer Psychologiestudentin zusammen, um die Frau seiner Träume zu finden.

Serien

Rivals

Wo: Disney+

Wann: ab sofort

Heiß, überdreht und voller Achtzigerjahre-Glamour: Rivals, basierend auf dem Roman von Jilly Cooper aus dem Jahr 1988, ist pures Feierabendfernsehen – irgendwo zwischen Camp, Drama und nostalgischem Exzess.

Im Mittelpunkt steht der Machtkampf zwischen dem ehemaligen Olympioniken und Tory-Politiker Rupert Campbell-Black sowie einem früheren TV-Mogul, gespielt von David Tennant. Der Streit um die Kontrolle über ein Fernsehimperium entwickelt sich schnell zum Spiegelbild der exzessiven Achtzigerjahre.

Affären, Intrigen und Skandale gehören dabei genauso dazu wie überdimensionierte Schulterpolster – und die Serie scheint mit jeder Folge noch ein Stück absurder werden zu wollen.

Bonus-Tipp: Das chaotische Animationsduo aus Rick and Morty kehrt am 24. Mai mit der neunten Staffel zu Adult Swim zurück. Eine größere Veröffentlichung bei HBO Max ist für den 31. August geplant.

Musik

Bleachers: Everyone for Ten Minutes

Wann: 22. Mai

Bleachers, die Band des Grammy-prämierten Musikers und Produzenten Jack Antonoff, gehört seit Jahren zu den festen Größen auf vielen Motivations-Playlists. Bekannt ist die Gruppe vor allem für ihre energiegeladenen Songs mit deutlichem Retro-Rock-Einfluss.

Mit "Everyone for Ten Minutes" erscheint nun das sechste Studioalbum der Band. Im Mittelpunkt stehen Themen wie persönliche Entwicklung, Zusammenhalt und Optimismus – also genau die Art von Musik, die derzeit vielen gelegen kommen dürfte.

Bonus-Tipp: Die surrealistische und musikalische Poesie von Aja Monet kehrt mit ihrem zweiten Album "The Color of Rain" zurück, das am 22. Mai erscheint.

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