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Trump eskaliert Handelsstreit mit EU

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Von Stefan Grobe
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US-Präsident verhängt Strafzölle auf Stahl und Aluminium

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Nach zwei Schonfristen hat Donald Trump den Handelsstreit mit den engsten US-Verbündeten eskaliert.

Gegen die EU, Kanada und Mexiko ordnete Trump Strafzölle auf Stahl und Aluminium an.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erreichte die Nachricht während einer Rede.

Juncker verurteilte Trumps Entscheidung als puren Protektionismus.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström sagte, so könne man keine Geschäfte machen.

Manfred Weber, Fraktionschef der EVP, der größten Fraktion im Europäischen Parlament, sagte, diese höchst bedauernswerte Entscheidung sei nicht hinzunehmen. Nun müsse reagiert werden.

Erwartet wird nun ein Gegenschlag der EU, der US-Unternehmen empfindlich treffen könnte.

Branchenexperten rechnen indes mit einer Periode der Unsicherheit auf beiden Seiten des Atlantiks.

Der Chef des Europäischen Stahlverbandes EUROFER, Axel Eggert, forderte daher für die Branche Schutzmaßnahmen.

Europas Stahlproduzenten würden einen wichtigen Exportmarkt verlieren.

Es müsse daher auf allen Ebenen weiter das Gespräch mit den USA gesucht werden, um den Handelskrieg rasch zu beenden.

Stahl ist ein wichtiger Industriezweig in der EU, der etwa 320.000 Menschen beschäftigt.

170 Millionen Tonnen Stahl werden jedes Jahr produziert und zwar and rund 500 Standorten.

Die USA sind mit 4,9 Millionen Tonnen der zweitgrößte Exportmarkt nach der Türkei.

Die EU hatte angekündigt, auf Zollerhebungen zu reagieren und ihrerseits Zölle auf US-Produkte wie Jeans, Motorräder und Erdnussbutter zu erheben.

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Viele dieser Produkte kommen aus Staaten, in denen Trumps Unterstützerbasis besonders stark ist.

Doch das eigentliche Stahlproblem ist China, das den Markt mit seiner Überproduktion überschwemmt.

Die US-Regierung sei sich der Verzerrungen der chinesischen Wirtschaft bewusst, sagt Peter Chase, Analyst beim German Marshall Fund.

Wenn Washington dieses Problem wirklich angehen wolle, brauche es die EU als Verbündeten.

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Gleichzeitig aber einen Streit mit der EU anzufangen, sei taktisch und strategisch ein schwerer Fehler.

Die EU verlangt eine bedingungslose Ausnahme von den Zöllen und bietet im Gegenzug Verhandlungen über Handelserleichterungen an.

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