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Brüssel zu Hunt: Lies mal ein Geschichtsbuch

Brüssel zu Hunt: Lies mal ein Geschichtsbuch
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Von Stefan Grobe
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EU-Kommission reagiert mit Unverständnis auf Äußerungen des britischen Außenministers, der die EU mit der Sowjetunion verglichen hatte

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Das Ringen um den richtigen Weg zu einem geordneten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union nimmt an rhetorischer Schärfe zu.

Die EU reagierte mit Verständnislosigkeit auf Auslassungen des britischen Außenministers Jeremy Hunt, der die EU mit der Sowjetunion verglichen hatte.

Beim täglichen Pressebriefing in Brüssel wurde EU-Kommissionssprecher Margaritis Schinas ironisch aufgefordert, zur EU als gewaltigem Gefangenenlager und einem Stacheldrahtzaun in der Irischen See Stellung zu nehmen.

Darauf sagte Schinas, bei allem Respekt würde es allen Beteiligten, vor allem Außenministern gut tun, gelegentlich ein Geschichtsbuch zur Hand zu nehmen.

Auf dem Parteitag der Konservativen in Birmingham hatte Außenminister Hunt für Einigkeit seiner Partei in Sachen Brexit geworben.

Zugleich griff er die EU scharf an. Diese glaube, den Club nur zusammenhalten zu können, wenn ein austrittswilliges Mitglied bestraft werde - und zwar nicht nur mit wirtschaftlichen Sanktionen, sondern mit einer Zerschlagung Großbritanniens mittels einer Grenze in der Irischen See.

Dies verstoße gegen die Ideale des europäischen Traums. Es sei vielmehr die Sowjetunion gewesen, die Menschen am Verlassen gehindert habe.

Die Brexit-Pläne Londons waren auf dem jüngsten EU-Gipfel in Salzburg abgelehnt worden.

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