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Belgien: Freiwilige Hilfe in Corona-Zeiten

Freiwillige Helfer in Belgien
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Von Frank Weinert
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Das belgische Roite Kreuz braucht dringend freiwillige Helfende. Gerade ältere Menschen wären bereit zu helfen - aber da ist Corona.

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Nadine Courtois, 67, im Ruhestand, voller Energie, und mit zu viel freier Zeit. Sie möchte helfen – das ist ihr großer Wunsch. In Zeiten des Coronavirus musste das belgische Rote Kreuz ehrenamtliche Tätigkeiten erst einmal einstellen – eben auch für die über Sechzigjährigen. Doch nach der ersten Welle hatten ältere Freiwillige die Wahl, Nadine Courtois entschied sich für eine Rückkehr: Nun sammelt sie unverkaufte Produkte in Brüsseler Supermärkten und bringt sie zu Bedürftigen. Angst vor dem Virus hat sie nicht mehr: "Ich denke, wenn wir vorsichtig sind und die Maske die ganze Zeit tragen und unsere Hände waschen, ist es in Ordnung. Ansonsten müssen wir zu Hause bleiben und dann ist es vorbei. Wir machen den ganzen Tag nichts und sterben vor der Langeweile".

Doch nicht jeder hat so viel Mut. 2.000 Freiwillige bräuchte das belgische Rote Kreuz. Wegen der Corona-Pandemie kamen viele der langjährigen Freiwilligen nicht, aus Angst, sich anzustecken, sagt Barbara Bentein, Leiterin der Freiwilligen des Roten Kreuzes Belgien: "Am Anfang gab es ein bisschen Panik, um zu verstehen, wie man mit der Pandemie umgeht, deshalb mussten wir viele Freiwillige ausschließen, vor allem die Älteren, die über 65-Jährigen mussten ihre Aktivitäten einstellen, aber da die Aktivitäten stark zunahmen, um auf die steigende Zahl von Menschen in Not zu reagieren, mussten wir unsere Gruppe von Freiwilligen verstärken, und wir brauchen noch mehr Freiwillige".

Unter den neuen Empfängern der Lebensmittelhilfe sind jetzt auch vorübergehend arbeitslose Menschen oder alleinerziehende Frauen. Für sie haben Ehrenamtliche wie Nadine und Barbara Lebensmittel – und Zeit für ein Gespräch und für ein Lächeln.

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