EU distanziert sich von Venezuelas Juan Guaido

Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaido
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Von Ana LAZARO
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Für die EU ist Juan Guaido nicht länger Interimspräsident Venezuelas. Das geht aus einer Erklärung des EU-Außenbeauftragten Borrell hervor, in der Guaido nur als prominentes Oppositionsmitglied bezeichnet wird. Auf diese Formulierung hätten sich alle Mitgliedsstaaten geeiningt, hieß es in Brüssel.

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Für die Europäische Union ist Juan Guaido nicht länger Interimspräsident Venezuelas. Das geht aus einer Erklärung des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell hervor, in der Guaido nur als prominentes Oppositionsmitglied bezeichnet wird. Auf diese Formulierung hätten sich alle Mitgliedsstaaten geeiningt, hieß es in Brüssel.

Der Text sei von allen angenommen worden und repräsentiere damit die Haltung der EU, sagte ein Kommissionssprecher. Die EU betrachte Juan Guaido und die Mitglieder der letzten demokratisch gewählten Institution als wichtige Gesprächspartner, mit denen man weiter zusammenarbeiten wolle.

Die Entscheidung wurde indes von Abgeordneten bedauert. Im Europäischen Parlament hatte Guaido stets seine größten Unterstützer. Und hier wird auch eine Erklärung von Borell verlangt.

Sie wisse nicht, warum Borrell solche Erklärungen abgebe, so die tschechische Abgeordnete Dita Charanzova. Die EU müsse die demokratischen Kräfte in Venezuela weiter unterstützen und Guaido als legitimen Vertreter seines Landes anerkennen.

Die Erklärung Borrells ist deutlich energischer im Bezug auf das venezolanische Parlament. Dem wird nämlich die Legitimität abgesprochen, da die letzten Wahlen undemokratisch gewesen seien.

Journalist • Stefan Grobe

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