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Lokführerstreik sorgt für Ausfälle, Verspätungen und volle Ersatzzüge

Leerer Bahnsteig in Berlin, 12.08.2021
Leerer Bahnsteig in Berlin, 12.08.2021 Copyright AP Photo/Michael Sohn
Copyright AP Photo/Michael Sohn
Von Euronews mit dpa
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Nicht viel ging am zweiten Tag des Lokführerstreiks bei der Deutschen Bahn.

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Auch am zweiten Tag des Lokführerstreiks sind bei der Deutschen Bahn ein Großteil der Zugverbindungen ausgefallen. Gerade mal 25 Prozent der Fernzüge fuhren, im Regionalverkehr waren es bis zu 40 Prozent, allerdings gibt es regional große Unterschiede. Nach dem Ende des Streiks am Freitag Morgen gegen 2 Uhr soll der Regelbetrieb möglichst zügig wieder aufgenommen werden, um für eines der reisestärksten Wochenenden das vollständige Fahrplan- und Serviceangebot sicherzustellen, wie es von Seiten der Bahn hieß.

Die Lokführergewerkschaft GDL fordert höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder bei der Deutschen Bahn. Die GDL fordert 3,2 Prozent mehr Lohn für die Lokführer:innen, analog zum öffentlichen Dienst, bei einer Laufzeit von 28 Monaten. Außerdem macht sich die Gewerkschaft für eine einmalige Corona-Prämie von 600 Euro stark. Ein weiteres Anliegen sind Betriebsrenten.

Die Bahn dagegen will die Gehaltserhöhung verschieben und begründet dies mit Milliardenverlusten während der Pandemie. Zudem will sie eine Laufzeit von 40 Monaten, um die Gehälter schrittweise anzuheben. Hinzu kämen Leistungen zur Altersvorsorge und der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Besonders die lange Laufzeit stößt der Gewerkschaft auf. Sollte die Bahn daran festhalten, bleibe es bei Arbeitskampfmaßnahmen, warnte GDL-Gewerkschaftschef Weselsky.

Für Freitagmorgen hat Weselsky eine Pressekonferenz angekündigt, bei der Bilanz der Arbeitsniederlegung gezogen werden soll. Die Solidarität der Mitglieder sei über alle Berufsgruppen hinweg riesengroß gewesen, hieß es vorab. Neben den Lokführern hatten auch die Mitarbeiter:innen in sechs Stellwerksbetrieben, in Teilen der Werkstätten und der Verwaltung die Arbeit niedergelegt.

Der Streik hatte am Dienstag Abend im Güterverkehr begonnen, 24 Stunden später startete der Streik im Personenverkehr. Die Arbeitsniederlegung soll noch bis in die Nacht zum Freitag fortgesetzt werden.

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