Trügerische Werbung: NGOs mit Kritik an Energiewirtschaft

Greenpeace-Protest in Rotterdam
Greenpeace-Protest in Rotterdam Copyright Marten van Dijl/ Greenpeace
Von Euronews
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Umweltorganisationen fordern ein Werbe-Verbot für fossile Brennstoffe in der EU. Die Konzerne würden sich als viel zu klimafreundlich präsentieren, so der Vorwurf.

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Ein Werbe-Verbot für fossile Brennstoffe in der ganzen Europäischen Union– das ist das Ziel einer Europäischen Bürgerinitiative, die von Greenpeace und 20 weiteren Umweltorganisationen ins Leben gerufen wurde.

Die NGOs üben scharfe Kritik – an der Energiewirtschaft, aber auch an der Automobil- und Luftfahrtindustrie. Der Vorwurf: Die Branchen würden sich als zu klimafreundlich präsentieren.

"Konzerne stellen sich grüner dar, als sie es in Wirklichkeit sind"

Laut einer Greenpeace-Studie zu mehr als 3.000 Werbeanzeigen aus dem Jahr 2019 sei die Realität weit weniger ökologisch.

Unternehmen, die mit fossilen Brennstoffen handeln, werben mit Inhalten, die in fast zwei Drittel der Fälle die Öffentlichkeit belügen. Die Konzerne stellen sich als grüner dar, als sie es in Wirklichkeit sind.
Wie zum Beispiel bei Investitionen in erneuerbare Energien – hier übertreiben sie zum Teil. Dazu werben sie mit Inhalten, die laut Studien beim Kampf gegen den Klimawandel nutzlos sind. Kohlenstoffspeicherung zum Beispiel ist ein Vorgang, der viel zu lange dauert, um bei der Bewältigung der Klimakrise zu helfen.
SOT Paul Musiol
EU-Sprecher bei Greenpeace

Proteste in Rotterdam

Um die europäischen Behörden auf dieses Thema aufmerksam zu machen, blockierten am Montag rund 80 Umweltaktivisten die Hafeneinfahrt der Shell-Raffinerie in Rotterdam.

Laut Euronews-Informationen hat die Europäische Kommission noch nicht auf die Kritik von Greenpeace reagiert.

Damit das Thema auf die Tagesordnung kommen kann, muss eine Bürgerinitiative mindestens eine Million Unterschriften aus mindestens sieben Mitgliedstaaten vorweisen.

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