Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Europäisches Parlament will Cybersicherheit stärken

Access to the comments Kommentare
Von Alberto De Filippis
euronews_icons_loading
Europäisches Parlament will Cybersicherheit stärken
Copyright  Noah Berger/AP

Fast jeder kennt die Situation: verdächtige Emails oder sogar Cyberattacken, die aus dem Nichts zu kommen scheinen. Der globalen Wirtschaft gingen Milliarden durch Cyberkriminalität verloren.

Unternehmen, Behörden und normale Bürger sind Opfer von Phishing, Ransomware, also einer Erpressungssoftware, oder anderen Formen von Computerbetrügereien geworden. Im Europäischen Parlament wird derzeit ein Gesetz zum Schutz von Internet-Nutzern vorbereitet.

Schnelles Handeln sei sehr wichtig, damit Europa nicht zum bevorzugten Spielplatz für Hacker werde, so der niederländische Abgeordnete Bart Groothuis. Es gehe darum, die gesamte Sicherheitsarchitektur zu verbessern. Bei Ransomware habe es einen globalen Anstieg gegeben, besonders in Europa. Auch Krankenhäuser wurden angegriffen, ebenso Institutionen.

Im Parlament findet das Bemühen um eine Verbesserung des Schutzes von Netzwerken breite Unterstützung. Dennoch gilt: je größer die Sicherheit, desto umfassender die Kontrolle. Sind das Risiken für Verbraucher?

Nein, denn die Cybersicherheit sei kein Zwang, sondern seien Instrumente, um Vertrauen ins Internet zu bekommen, sagt der Cyberscherheits-Experte Yoann Kassianides. Diese Instrumente garantierten unsere Freiheiten, und deswegen sei es wichtig, dafür einen gesetzlichen Rahmen zu schaffen.

Doch das Problem ist weltumspannend. Wie steht Europa vergleichsweise da?

Europa investiere mehr als 40 Prozent weniger in Cybersicherheit als die USA, so Groothuis. Hier gebe es also dringenden Handlungsbedarf, auch um Cyberangriffe aus Russland, Iran und China abzuwehren. Diese versuchten, in unsere Netzte einzudringen, um weltpolitische Vorteile zu erlangen.

Heutzutage werden Konflikte nicht mehr mit Waffen ausgetragen, sondern mit Hilfe von Computer-Tastaturen. Das Europäische Parlament will in diesem technologischen Krieg nicht zu den Verlieren zählen.

Journalist • Stefan Grobe