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Neue Fischfangquoten an der Angel - aber reicht das für den Schutz der Meere?

Neue Fischfangquoten an der Angel - aber reicht das für den Schutz der Meere?
Copyright Michel Spingler/AP Photo
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Von Frank Weinert
Zuerst veröffentlicht am
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Die EU-Fachminister haben sich auf neue Fischfangquoten geeinigt. NGOs glauben: Das reicht nicht, um die Überfischung der Meere zu stoppen.

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Nach einer Marathonsitzung, die am Sonntagmorgen begann, haben die für den Fischereisektor zuständigen EU-Minister eine Einigung über die Fangquoten für 2022 erzielt. Sie legt die Spielregeln für die Berufsfischer im Atlantik, in der Nordsee, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer fest. Virginijus Sinkevicius, EU-Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei, betont: „Die Rentabilität und das Überleben unseres Fischereisektors hängen von gesunden Fischbeständen ab. Ich weiß, dass einige der Maßnahmen problematisch sind, aber lassen Sie mich Ihnen versichern, dass es keine Alleingänge geben wird.“

Für Binnenländer steht nicht viel auf dem Spiel, aber Fischereistandorte wie Spanien stehen in der Schusslinie - dort drohen das dritte Jahr in Folge Kürzungen im Mittelmeer. Die erzielte Einigung beinhaltet beispielsweise eine Kürzung um 8 % beim südlichen Seehecht in der Kantabrischen See und einen Rückgang um 5 % bei der Seezunge. Gliechwohl betont Spaniens Fischereiminister Luis Planas: „Es ist dringend notwendig, die Fischereiressourcen sowie die Wirtschaft der Fischerdörfer und die Lebensweise ihrer Bewohner zu erhalten.“

Für Nichtregierungsorganisationen wie „Our Fish“, die vor kurzem dieses Wandgemälde gemalt haben, müssten sich die EU-Minister endlich dazu verpflichten, die Überfischung zu stoppen – insbesondere im Mittelmeer, das durch Überfischung und Verschmutzung wirklich gefährdet ist. „Ocean Rebellion“ verkleidete sich als toter Fisch, um ebenfalls auf die Problematik aufmerksam zu machen. Auch Javier Lopez von "Oceana" fordert mehtr Entschlossenheit der Politik: „‘Oceana‘ bedauert, dass die Fischereiminister eine Gelegenheit verpasst haben, die nachhaltige Ausbreitung aller Fischpopulationen in den EU-Gewässern sicherzustellen, und stattdessen beschlossen haben, die wissenschaftlichen Empfehlungen für etwa 35 Prozent der atlantischen Fischpopulationen zu überschreiten. Außerdem waren sie bei der Reduzierung des Fischereiaufwands im Mittelmeer nicht ehrgeizig genug.“

Unterdessen gehen die zähen Verhandlungen mit London über die Quoten in den mit Großbritannien geteilten Gewässern weiter.

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