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Neue Sanktionsrunde gegen Russland: Oligarchen geht's an den Kragen

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Von Stefan Grobe  & Pedro Sacadura
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Neue Sanktionsrunde gegen Russland: Oligarchen geht's an den Kragen
Copyright  Jean-Francois Badias/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Die EU friert das Vermögen des Oligarchen Roman Abramovitch ein. Der Milliardär ist Teil einer Liste von 15 weiteren russischen Personen, die sanktioniert werden sollen. Ein Schritt, der in einem vierten europäischen Sanktionspaket enthalten ist.

Auch der Export von Luxusgütern aus der EU wird verboten. Zudem gibt es Pläne, Eisen und Stahl aus Russland zu treffen. Russlands Aggression und Gräueltaten gegen Zivilisten in der Ukraine gingen weiter, so Kommissions-Vizepräsident Valdis Dombrovskis. Also müsse weiter Druck ausgeübt werden.

Ebenfalls Teil der Maßnahmen ist ein Verbot für neue europäische Investitionen im Energiesektor Russlands sowie im Geschäft mit Kryptowährungen. Experten empfehlen vor allem ein Vorgehen gegen den Energiesektor.

Dass die russische Oberschicht keine italienischen Handtaschen mehr kaufen könne, werde Putin nicht beeindrucken, sagt Guntram Wolff, Direktor der Brüsseler Denkfabrik Bruegel. Es werde ihn beeindrucken, wenn es dem Westen gelinge, die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft zu stoppen. Darum werde der Westen nicht herumkommen. Putin bekomme hier eine halbe bis eine Milliarde Euro, je nach Preis, pro Tag an Einnahmen.

Unterdessen forderte der Außenminister der Ukraine härtere Zwangsmaßnahmen, um Putin zum Scheitern zu zwingen.

Aber selbst wenn der Block bereit wäre, russische Ölgiganten zu treffen, Öl- und Gaslieferungen aus Russland werden weiterhin von den Sanktionen ausgenommen.