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Warum man sich um Affenpocken Gedanken machen sollte

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Von Euronews, AP
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Eine Tablette mit Ampullen des Jynneos-Impfstoffs gegen Affenpocken; 29. Juli 2022, in der Impfstoffzentrale des Zuckerberg San Francisco General Hospitals
Eine Tablette mit Ampullen des Jynneos-Impfstoffs gegen Affenpocken; 29. Juli 2022, in der Impfstoffzentrale des Zuckerberg San Francisco General Hospitals   -   Copyright  Lea Suzuki/San Francisco Chronicle via AP

In mehr als 80 Ländern weltweit wurden inzwischen Fälle von Affenpocken registriert, und obwohl die Sterblichkeitsrate nach wie vor niedrig ist, warnen Mediziner vor Selbstgefälligkeit.

„Es handelt sich um eine ernste Infektion, und es ist wichtig, sie unter Kontrolle zu bringen", betonte Jimmy Whitworth, Professor für internationale öffentliche Gesundheit an der London School of Hygiene & Tropical Medicine.

„Im Rahmen dieses Ausbruchs wurden nun auch Fälle bei Kindern gemeldet, was aus zwei Gründen besorgniserregend ist: Wir glauben, dass Kinder unter acht Jahren einem hohen Risiko ausgesetzt sind, ernsthaft zu erkranken, wenn sie sich infizieren. Außerdem ist es eine Herausforderung, den engen Kontakt zwischen Kindern zu kontrollieren, und das ist eine ganz andere Herausforderung als der enge Kontakt zwischen Erwachsenen", fügte er hinzu.

Die Weltgesundheitsorganisation hat den Ausbruch der Krankheit, die weltweit mindestens 10 Todesopfer und mehr als 25 000 bestätigte Infektionen gefordert hat, zum globalen Notfall erklärt.

Obwohl viele Fälle unter schwulen, bisexuellen und anderen Männern, die Sex mit Männern haben, gemeldet wurden, hat die UN-Organisation betont, dass das Risiko, sich mit Affenpocken anzustecken, nicht nur so auf Männer beschränkt ist. Jeder, der engen Kontakt mit einer infektiösen Person hat, ist gefährdet.

Für Whitworth besteht „die Notwendigkeit, diese Stigmatisierung so weit wie möglich zu minimieren, wenn wir das Problem in den Griff bekommen wollen. Andernfalls wird die Übertragung in den Untergrund verlagert, und die Situation wird noch schlimmer als jetzt".

Der Experte forderte alle, denen der Impfstoff angeboten wird, auf, ihn zu nehmen, um die Übertragung einzudämmen.