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Europas Rüstungsboom: Wer profitiert – und wer trägt die Folgen?

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Von Mert Can Yilmaz & Evi Kiorri
Zuerst veröffentlicht am
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Europa hat einige der strengsten Waffengesetze weltweit – und gehört gleichzeitig zu den größten Produzenten und Exporteuren von Schusswaffen. Wie passt das zusammen, wer kauft Europas Waffen, und wie streng sind die EU-Regeln wirklich? Im Video finden Sie die wichtigsten Antworten.

Europa zählt zu den Regionen mit den strengsten Waffengesetzen weltweit. Privatpersonen dürfen Schusswaffen nur in engen Grenzen besitzen, vollautomatische Waffen sind verboten. Lizenzen werden sehr strikt vergeben.

Gleichzeitig ist Europa einer der größten Hersteller und Exporteure von Schusswaffen.

In europäischen Fabriken entstehen Gewehre, Pistolen und Munition – auch nach militärischem Standard. Die Produktion ist streng reguliert, geliefert wird weit über die EU hinaus. Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Tschechien prägen die Branche.

Seit dem Krieg in der Ukraine und angesichts wachsender globaler Spannungen steigt die Rüstungsproduktion in Europa. Munitionswerke bauen ihre Kapazitäten aus, auch die Waffenproduktion nimmt zu. Die EU will ihre Verteidigungsindustrie stärken und unabhängiger von Importen aus den USA werden.

Ein großer Teil der in Europa hergestellten Waffen geht ins Ausland. Rund siebzig Prozent der Exportgenehmigungen betreffen Käufer außerhalb der EU, vor allem im Nahen Osten, in Asien und in Nordafrika. Trotz strenger EU-Vorschriften tauchen viele dieser legal ausgeführten Waffen später in Konfliktgebieten auf. Häufig geschieht das nach einem erneuten Weiterverkauf.

Die EU-Kommission betont, ihre Regeln wirkten. Dennoch nehmen illegaler Waffenhandel und die Umleitung legaler Lieferungen weiter zu.

Wie bringt Europa Sicherheit, wirtschaftliche Interessen und Verantwortung unter einen Hut? Das ist die europäische Waffenindustrie.

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