Europas Rüstungsindustrie boomt, doch die Waffengesetze in der EU bleiben zersplittert und schaffen Schlupflöcher für den illegalen Handel. Kann Brüssel einheitliche Regeln durchsetzen, ohne das Wachstum zu bremsen? Fragen Sie den Euronews-KI-Chatbot.
2025 erzielte die europäische Rüstungsindustrie einen Rekordumsatz von 183 Milliarden Euro. Gleichzeitig stellte die EU-Kommission im Rahmen der Initiative "ReArm Europe" 800 Milliarden Euro für Sicherheit und Verteidigung in Aussicht. Die Produktionskapazität für Waffen und Munition stieg dadurch von rund 300.000 Schuss im Jahr 2022 auf zwei Millionen Schuss im Jahr 2025.
Europa steht für etwa 25 Prozent der weltweiten Waffenexporte. Nach aktuellen Daten wurden 2023 mehr als 33.700 Ausfuhrgenehmigungen erteilt. Ihr Gesamtwert lag bei über 298 Milliarden Euro für militärische Ausrüstung und Technologie.
Die starke Position auf dem Rüstungsmarkt verstärkt zugleich die Debatte über das Verhältnis von Sicherheit und Einnahmen. Die EU plant deshalb ein stärker harmonisiertes und strengeres Regelwerk für den Kauf und Besitz von Waffen.
Die EU-Kommission erklärte 2025, dass Zivilisten in der EU im Jahr 2017 rund 35 Millionen illegale Waffen besaßen. Das entsprach 56 Prozent aller geschätzten Schusswaffen. Nationale Unterschiede im Waffenrecht erschweren bis heute ein einheitliches Regelwerk für die gesamte EU.
Zwar kann die EU für den Binnenmarkt Mindeststandards festlegen. Die Mitgliedstaaten behalten jedoch die Hoheit über ihre eigenen Gesetze. So kann ein halbautomatisches Gewehr in einem Land legal sein und im Nachbarland verboten. Das schafft Schlupflöcher, die den illegalen Waffenhandel begünstigen.
Wenn Sie mehr über die Pläne Brüssels erfahren wollen, die Waffenindustrie zu regulieren und zugleich Wachstum zu sichern, fragen Sie den Euronews KI-Chatbot.