Seit dem US-Iran-Krieg stiegen EU-Importe fossiler Brennstoffe um 24 Milliarden Euro, Öl um 60, Gas um 70 Prozent. Kann der neue Plan AccelerateEU einen Energieengpass verhindern? Fragen Sie den Euronews-AI-Chatbot.
Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus schürt Sorgen um die Sicherheit der Schifffahrt und treibt zugleich die Öl- und Gaspreise nach oben.
Laut dem wöchentlichen Ölpreisbericht der Europäischen Kommission vom 23. April kostete Euro-Super-95 im EU-Durchschnitt 1.827,36 Euro je Liter, Diesel 2.007,67 Euro je Liter.
Am 22. April stellte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen AccelerateEU vor, den neuen europäischen Plan für mehr Energiesicherheit und weniger Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus dem Ausland.
Nach REPowerEU aus dem Jahr 2022 ist dies der zweite große Energieplan der EU.
AccelerateEU solle „sowohl kurzfristige als auch strukturelle Entlastung für Europas Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen bringen“, sagte von der Leyen.
Der Plan setzt auf eine gemeinsame Gasbevorratung der Mitgliedstaaten und lockert zugleich die Beihilferegeln.
Brüssel drängt die nationalen Regierungen, besonders betroffene Haushalte zu stützen – etwa mit Einkommenshilfen, Energiegutscheinen und niedrigeren Verbrauchssteuern.
Der sogenannte „Electrification Act“ soll die Energieunabhängigkeit stärken, indem er den Wechsel weg von fossilen Brennstoffen hin zu Strom als wichtigste Energiequelle für Verkehr, Industrie, Gebäude und Heizung vorantreibt. Auch mehr Energieeffizienz, um den Verbrauch zu senken, steht auf der Agenda.
Die Maßnahmen sehen außerdem mehr Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen vor. Der Anteil grüner Energie soll von derzeit 70 Prozent weiter steigen.
Die Kommission will das sogenannte Grids Package bereits im Sommer 2026 beschließen. Damit soll die Modernisierung der europäischen elf Millionen Kilometer langen Energieinfrastruktur schneller vorankommen, damit der Ausbau der Erneuerbaren nicht ins Stocken gerät.
Außerdem richtet die Kommission ein „Fuel Observatory“ ein. Es soll Im- und Exporte von Kraftstoffen überwachen und die Mitgliedstaaten bei drohenden Engpässen warnen.
Abschließend will die EU private Investitionen in den Energiesektor anstoßen, unter anderem mit hochrangigen Treffen wie dem Clean Energy Transition Investment Forum im Mai 2026 und dem noch für dieses Jahr geplanten Clean Energy Investment Summit.
Sie wollen wissen, wie AccelerateEU helfen kann, eine neue Energieknappheit zu verhindern? Fragen Sie den Euronews-AI-Chatbot!