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"Hohe Preise für Energie werden Monate oder gar Jahre andauern", sagt EU-Kommissar

Gaspreise werden an einer Tankstelle mit der Europäischen Zentralbank im Hintergrund in Frankfurt, Deutschland, am Montag, 2. März 2026, angezeigt.
Gaspreise werden an einer Tankstelle mit der Europäischen Zentralbank im Hintergrund in Frankfurt, Deutschland, am Montag, 2. März 2026, angezeigt. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Marta Pacheco
Zuerst veröffentlicht am
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Die Europäische Kommission hat eine neue "Treibstoffbeobachtungsstelle" angekündigt, die die Vorräte an Kerosin überwachen und verhindern soll, dass EU-Länder Treibstoff auf Kosten anderer horten.

Der führende Energiebeauftragte der Europäischen Union hat am Mittwoch davor gewarnt, dass die durch den Krieg der USA und Israels gegen Iran ausgelöste schwere Energiekrise die Preise für Monate, wenn nicht gar Jahre in die Höhe treiben wird.

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EU-Energiekommissar Dan Jørgensen betonte, dass die Folgen lang anhaltend sein werden und es sich nicht um einen kurzen oder geringfügigen Anstieg der Kosten handelt.

Dan Jørgensen wies darauf hin, dass der Krieg Europa 500 Millionen Euro (etwa 600 Millionen Dollar) pro Tag koste, und er warnte, dass "sehr schwierige Monate, wenn nicht sogar Jahre" bevorstünden.

Der plötzliche Ausfall von 20 Prozent der weltweiten Erdöl- und Erdgasexporte durch die Straße von Hormus hat zu Preisschwankungen geführt, selbst wenn es den EU-Ländern gelingt, die Energieversorgung sicherzustellen.

In einem Gespräch mit Reportern erklärte Jørgensen, die EU-Regierungen seien nach wie vor "sehr besorgt" über mögliche Engpässe beim Flugzeugtreibstoff Kerosin, insbesondere angesichts der bevorstehenden Hochsaison im Tourismus.

"Selbst im günstigsten Fall ist es immer noch schlimm", sagte er über die derzeitige Krise. Der Kommissar verwies auf die Schäden an der Energieinfrastruktur im Nahen Osten und darauf, wie lange es dauern werde, diese zu reparieren und die Produktion wieder auf das Niveau vor dem Konflikt zu bringen.

Am Vortag hatten die europäischen Verkehrsminister Pläne zur Sicherung der Treibstofflieferungen aus den USA angekündigt angesichts potenzieller Engpässe, auch wenn die Staats- und Regierungschefs der EU nach wie vor der Ansicht sind, dass die Versorgungssicherheit derzeit gewährleistet ist und sich mögliche Schwierigkeiten in den einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedlich auswirken könnten.

Neue "Treibstoffbeobachtungsstelle" der EU

Die Kommission kündigte am 22. April eine neue "Treibstoffbeobachtungsstelle" an, die die Vorräte an Flugzeugtreibstoff überwachen und verhindern soll, dass EU-Länder Kerosin auf Kosten anderer horten.

Die Internationale Energieagentur warnte vor kurzem vor einer Verknappung von Kerosin in Europa, eine Behauptung, die von mehreren europäischen Fluggesellschaften unterstützt wurde, die erklärten, dies könne zu Flugstreichungen führen.

Die Europäische Kommission hat diese Warnung jedoch bisher heruntergespielt und argumentiert, die Flugausfälle hätten "nichts" mit der Knappheit zu tun sondern eher mit der eigenen Rentabilität der Airlines.

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