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Umfrage: Deutschland unter den Top 5 für internationale Investoren

Deutschland unter den Top 5 für internationale Investoren
Deutschland unter den Top 5 für internationale Investoren Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Franziska Müller
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Entgegen der aktuellen Wirtschaftslage, die in Deutschland lange stagnierte, ist der Blick von außen auf die größte Volkswirtschaft Europas ein anderer. Internationale Unternehmen sehen Potenzial für Investitionen, wie eine Umfrage ergibt.

Deutschland hält sich als verlässlicher Investitionspartner unter den Top 5 der Weltrangliste. Im Ansehen internationaler Investoren hat es außerdem ein Plus zu verzeichnen wie kaum ein anderes Land.

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Das zeigt eine Auswertung der Unternehmensberatung Kearney. "Deutschlands langjähriger Ruf als Standort für führende Technologieentwicklung und seine hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung beflügeln die Stimmung der Anleger", so Dr. Marc Lakner, Managing Director für Kearney in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Für den FDI-Confidence-Index wendet sich das Unternehmen jährlich an globale Führungskräfte. Für den Index 2025 wurden 536 Führungskräfte führender Unternehmen weltweit im Januar befragt.

Deutschland unter den Top 5

Deutschland hat es gerade so noch unter die besten fünf geschafft – wie auch schon im vergangenen Jahr. Eine Mehrheit der Befragten (37 Prozent) nennt demnach auch die technologische Innovation Deutschlands als stärksten Grund, in Deutschland zu investieren, gefolgt von der Wirtschaftsleistung (35 Prozent) und der Qualität der Infrastruktur (29 Prozent).

Vor Deutschland liegen die USA, Kanada, Großbritannien und Japan. China ist auf den sechsten Platz abgerutscht.

Umfrage: Europa größter Markt für internationale Investoren

Unter den Top 25 Ländern für internationale Investoren halten sich elf Volkswirtschaften aus Europa. Europa hat demnach den größten Anteil unter den führenden Ländern im Ranking.

Im Ranking des vergangenen Jahres waren zehn EU-Länder im Spitzen-Ranking. In diesem Jahr sind Norwegen und Belgien wieder in die Top 25 der Rangliste eingestiegen, ein europäisches Land ist jedoch daraus verschwunden: Polen.

Doch der große Anteil zeigt, dass die Mehrheit der Investoren eine positive Einstellung zur EU hat. Demnach bewerten über zwei Drittel der Befragten die EU positiv, 60 Prozent bevorzugen es, dort ins Geschäft zu kommen.

Großer Gewinner sind jedoch immer noch die Vereinigten Staaten von Amerika. Die USA bleibt zum 13. Mal in Folge das attraktivste Investitionsland, so der FDICI-Index.

Wird das Investitionsklima wieder wirtschaftsfreundlicher?

Die aktuelle geopolitisch angespannte Lage hat Unsicherheiten auf den Wirtschaftsmärkten verstärkt. Doch das Investitionsklima sei auch von Chancen geprägt, wenn man die Aussagen zu ausländischen Direktinvestitionen in den kommenden drei Jahren betrachte, so die Autoren der Umfrage.

Denn obwohl die Auswirkungen der US-Wahlen Ende 2024 und die Unberechenbarkeit von US-Präsident Donald Trump die politische Stimmung trüben, scheinen die angekündigte Zollpolitik, die steigenden Rohstoffpreise sowie enger gestrickte Regulierungen keine langfristigen Konsequenzen mit sich zu bringen.

Es stellt sich hingegen eine positive Entwicklung und Optimismus aufgrund der sinkenden Inflation, stabileren Lieferketten und der wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie ein. Tatsächlich haben 84 Prozent der Investoren im Januar angekündigt, ihre Direktinvestitionen ausbauen zu wollen. Im Jahr 2025 war der Optimismus-Index so ausgeprägt wie seit der Zeit vor der Corona-Pandemie nicht mehr.

Demnach wird Deutschland aktuell unverändert auf Platz fünf der attraktivsten Investitionsziele gesehen, beim Ausblick für die kommenden Jahre macht Deutschland aber einen deutlichen Sprung nach vorn. Viele Investoren erwarten, dass sich die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren deutlich erholen könnte.

Das stellt der sogenannte Optimismus-Indikator fest. Dieser ist für Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozentpunkte gestiegen. Aufgrund höherer Staats- und Konsumausgaben 2025 ist Deutschlands Wirtschaft um 0,4 Prozent gewachsen. Das schürt nach Angaben der Unternehmensberatung Kearney auch den Optimismus unter den Investoren.

48 Prozent der Befragten blicken optimistisch auf die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands, nur neun Prozent äußern sich pessimistisch. In der globalen Optimismus-Rangliste wird Deutschland damit nur von den Vereinigten Arabischen Emiraten (42 Prozent) und Japan (41 Prozent) übertroffen.

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