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Youtuber? Influencerin? Wo in Europa gibt es die meisten jungen Unternehmer?

Europe in Motion: Welche jungen Unternehmer in der EU reiten auf der höchsten Welle?
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Von Alessio Dell'Anna & video by Lèo Arnoux
Zuerst veröffentlicht am
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Rund 69.000 Unternehmerinnen und Unternehmer in der EU sind unter 20. Die Niederlande und Italien liegen an der Spitze. Immerhin ein positives Signal angesichts düsterer Jugendbeschäftigungsquoten.

Junge Selbständige im Alter von 20 bis 29 Jahren machen 8 % aller Selbständigen von 20 bis 64 Jahren in der EU aus: Das sind mehr als zwei Millionen Menschen.

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Die höchsten Anteile von Unternehmerinnen und Unternehmern unter diesen jungen Selbständigen, also Menschen mit eigener Firma und vielleicht sogar Angestellten, finden sich laut Eurostat in der Slowakei (12 %), Malta (10,5 %) und Rumänien (10 %).

In der Tschechischen Republik, Frankreich, den Niederlanden, Lettland, Zypern, Belgien, Polen, Finnland, Kroatien, Dänemark und Litauen liegen diese Anteile junger Unternehmer zwischen 8 und 10 %. Irland (5 %), Bulgarien (5 %) und Spanien (6 %) weisen den geringsten Anteil an Jungunternehmern auf.

Ein Baby-Unternehmer-Boom?

Zu diesen zwei Millionen Menschen kommen noch 69.000 Jungunternehmer im Teenager-Alter hinzu, Unternehmerinnen und Unternehmer zwischen 15 und 19 Jahren - eine Gruppe, die seit 2022 um 10 % gewachsen ist. Dieses Segment ist stark männlich dominiert - etwa 47.000 sind Jungen, nur 22.000 Mädchen.

Unter den von Eurostat untersuchten Ländern weisen die Niederlande und Italien mit rund 12.000 bzw. 11.000 jugendlichen Unternehmern die höchsten Zahlen auf.

Außerhalb der EU ist ein noch größerer Anstieg in der Türkei zu verzeichnen, wo fast 33.000 Teenager schon ein eigenes Unternehmen führen.

Welches sind die besten EU-Länder für eine Unternehmensgründung?

Das Ökosystem für Unternehmen in der EU ist sehr vielfältig und bietet von Land zu Land unterschiedliche Vorteile und Herausforderungen.

Estland zeichnet sich als eines der unternehmensfreundlichsten Länder des gesamten Blocks aus.

Es ist nicht nur möglich, ein Unternehmen vollständig online zu gründen, sondern es gibt auch 0 % Steuer auf reinvestierte Gewinne und Gebühren nur auf ausgeschüttete Dividenden.

Portugal bietet auch einen problemlosen Wegzur Unternehmensgründung, wobei ein entsprechender Antrag oft nur 360 € kostet.

Irland ist nach wie vor sehr attraktiv, da es eine der niedrigsten Unternehmenssteuern in Europa(12,5 %) mit einer großzügigen Steuergutschrift von 25 % für Forschung und Entwicklungbietet, die ab 2024 auf 30 % erhöht wurde.

Für Investoren, die viel Kapital für Innovationen zur Verfügung haben, sind die Niederlande mit ihrem 36%igen Rabattauf die ersten 380.000 Euro, die in F&E-Aktivitäten investiert werden, besonders attraktiv.

Zypern hatte früher die gleiche Körperschaftssteuer wie Irland, hat sie aber 2026 auf 15 % angehoben. Dennoch bleibt das Land ein äußerst wettbewerbsfähiges Unternehmensumfeld mit einer Quellensteuer von 0 % auf Dividendenfür nicht ansässige Aktionäre. Mit der jüngsten Steuerreform wurde auch die Quellensteuerauf Dividenden für in Zypern ansässige Personen von 17 % auf 5 % gesenkt.

Wenn es um kleinere Unternehmen mit niedrigen Lohnkosten und geringen Bürokosten geht, ist Litauens KMU-Regelung (kleine und mittlere Unternehmen) eine der besten in Europa. Unternehmen mit weniger als zehn Angestellten und einem Jahresumsatz von weniger als 300.000 € kommen im ersten Jahr in den Genuss einer Körperschaftssteuer von 0 % und danach von 7 %, verglichen mit dem Normalsatz von 16 %.

Auch der Anteil der Steuern an den gesamten Arbeitskosten ist mit nur 5,5 % der zweitniedrigste in der EU.

Wie sieht es mit der Anstellung für junge Menschen aus?

Betrachtet man den Jugendarbeitsmarkt für Angestellte, so sind laut Eurostat etwa 66 % der jungen Menschen zwischen 20 und 29 Jahren abhängig Beschäftigte.

Das sind sechs Prozentpunkte mehr als zehn Jahre zuvor. Auch hier sind die Niederlande mit einer Beschäftigungsquote von 84 % unter jungen Menschen führend, gefolgt von Malta mit 82 % und Deutschland mit 77 %.

Gleichzeitig sticht Italien mit der niedrigsten Jugendbeschäftigungsquote in der EU hervor - rund 48 %, noch niedriger als in den beiden Nicht-EU-Ländern Serbien (55 %) und Nordmazedonien (50 %).

Rumänien und das benachbarte Bulgarien sind ebenfalls Schlusslichter in der Union, beide liegen knapp über der 50 %-Marke.

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