In Sachsen-Anhalt liegt die AfD laut einer neuen Umfrage klar vor der CDU. Sie erreicht 42 Prozent, während die CDU nur auf 24 Prozent kommt. In Mecklenburg-Vorpommern kommt die CDU sogar nur auf 10 Prozent.
In Mecklenburg-Vorpommern liegt die Alternative für Deutschland (AfD) laut aktuellen Umfragen mit 36 Prozent vor der Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), die auf 27 Prozent kommt. Das geht aus der aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks (NDR) hervor.
Dahinter folgt Die Linke mit 13 Prozent, während die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) lediglich 10 Prozent erreicht. Bündnis 90/Die Grünen liegen bei 4 Prozent, das Bündnis Sahra Wagenknecht bei rund 5 Prozent.
In Sachsen-Anhaltführt laut einer repräsentativen INSA-Umfrage im Auftrag von NIUS ebenfalls die AfD mit etwa 41 Prozent deutlich vor der CDU, die auf rund 26 Prozent kommt. Es folgen Die Linke mit 12 Prozent sowie die SPD mit etwa 7 Prozent. Bündnis 90/Die Grünen und das Bündnis Sahra Wagenknecht bewegen sich jeweils um die 4 Prozent und würden damit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.
Die Potenzialanalyse verweist zugleich auf eine stark polarisierte politische Landschaft. 48 Prozent der Befragten geben an, sich eine Wahl der AfD vorstellen zu können oder dies bereits zu beabsichtigen. Dem gegenüber stehen 44 Prozent, die eine Stimmabgabe für die Partei grundsätzlich ausschließen.
In beiden Bundesländern liegt demnach die AfD klar vorn. In Sachsen-Anhalt hat sie einen deutlichen Vorsprung vor der CDU mit 41 Prozent gegenüber 26 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern ist das Rennen enger, dort führt die AfD mit 36 Prozent ebenfalls vor der Konkurrenz. Die SPD ist in Mecklenburg-Vorpommern deutlich stärker vertreten als in Sachsen-Anhalt.
Die Alternative für Deutschland ist damit so stark, dass eine stabile Regierungsbildung gegen sie rechnerisch nur schwer möglich wäre.
Mehrheit der Deutschen laut Umfrage unzufrieden mit Bundesregierung
Das Stimmungsbild kommt nicht von ungefähr: 87 Prozent der Befragten äußerten, mit der Bundesregierung unzufrieden zu sein. 85 Prozent bewerteten Bundeskanzler Friedrich Merz negativ, nur 13 Prozent äußerten sich zufrieden.
Peter Matuschek, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Forsa, äußerte in der Bild Erstaunen über die Zahlen: ein derart niedriger Wert sei in den bisherigen Erhebungen noch nie vorgekommen.
Zwar habe es auch bei früheren Kanzlern immer wieder Tiefpunkte gegeben, doch niemand habe bislang weniger als 15 Prozent Zufriedenheit erreicht.
Die nächsten Landtagswahlen finden in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026 und in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 statt.